Review

RICK SPRINGFIELD - The Snake King20.02.2018

RICK SPRINGFIELD - The Snake King

RICK SPRINGFIELD - The Snake King

verfasst von Gloria G.


Die perfekte Platte für einen Roadtrip durch die USA in einem alten 64er Ford Mustang Cabrio. Ich pack dann mal meine Tasche für den Trip.
 
Rick Springfield, da hab ich "Jessie´s Girl" im Kopf, war auch der einzige Song den ich von dem alten Aussie kannte. Aber "The Snake King" hat rein gar nichts mehr mit dem Rick von damals zu tun. Das Album hört sich wirklich nach einem Mann an der schon etwas in die Jahre gekommen ist.
 
Blues der meinem Vater bestimmt gefallen würde, "Judas Tree", Mundharmonikas, kratzige Gitarren und ein Spielunken Piano, dazu schwingt man doch gern mal das Tanzbein. Mit dem Song "The Snake King" hab ich mich an den Frühstückstisch meiner Eltern vor 14 Jahren zurückversetzt gefühlt, da musste ich einfach lächeln. "God Don´t Care", der fast 70-Jährige trifft den Nagel auf den Kopf, mit dem Song will man einfach nur mit geschwollener Brust rumlaufen, die Backgroundsänger pushen einen dabei richtig.
 
Also, wer New Orleans nicht mit Blues verbindet ist wohl hinterm Mond großgeworden. Und was gehört noch zu New Orleans und Blues, natürlich Voodoo, da bin ich ganz froh über den Track "The Voodoo House". Besonders das creepy Intro mit dem Chor unterstreicht das ganze "Blues-Thema". Wo wir grad bei Intro sind, das von "Suicide Manifesto" hat mich ziemlich irritiert. Was ist das? Ne Platte die rückwärts unter Wasser gespielt wurde oder ein ziemlich versiffter Duschabfluss?
 
Ich glaube mein Jahr ist gelaufen! Da hat man Februar und was hört man? Den Beginn eines Weihnachtslieds. Ich glaube so früh hat noch keiner die Weihnachtsmucke ausgepackt. Wobei "Santa is an Anagram" ein ziemlich guter Song ist, da hat der alte Herr mein Tanzbein wieder aufgeweckt und mich durch meine Wohnung tänzeln lassen. Mit "Orpheus in the Underworld" kann man super in den Sonnenuntergang fahren und dann erscheint groß auf der Leinwand "The End".
 
Der Aussie hat seine Musik super seinem Alter angepasst und allen gezeigt, dass er es locker mit den Jungen aufnehmen kann, musikalisch wie mit dem Aussehen.(Im Ernst, was nimmt der, damit der so aussieht?!) Wer Blues und Classic Rock mag und sich mal mit Freunden gemütlich an ein kleines Feuer setzen will oder nen Roadtrip vor hat, packt bitte die Platte ein.