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PENTARIUM - Zwischenwelt02.06.2018

PENTARIUM - Zwischenwelt

PENTARIUM - Zwischenwelt

verfasst von Louisa

"Die rhythmischen Gitarren peitschen nach vorn, während facettenreiche Keyboard-Passagen immer wieder für Schwermut und Melancholie sorgen", sagt die Plattenfirma der Melodic Death Metaller Pentarium. Mit "Zwischenwelt" präsentieren die Hessen erst ihr zweites Album mit einem Mix aus deutschen und englischen Texten. Wie Newcomer wirken Pentarium aber eindeutig nicht, sondern geben von der ersten Sekunde an so richtig Gas.

"13" ist vom ersten Ton an unerbittlich und brachial, eine ruhige Aufwärmphase gibt es nicht. Sänger Carsten Linhs´ Screaming ist dabei überraschend gut verständlich und auf den Punkt und übermittelt das Thema des Liedes - häusliche Gewalt - sehr intensiv und überzeugend. Trotz der preschenden Rhythmen und der harten Mischung aus Screaming und Growling gelingt es den Melodic Death Metallern immer wieder, mitreißende Melodielinien in ihre Lieder einzuflechten.

Obwohl sie ihrer Linie treu bleiben, finden sich immer wieder verschiedene Elemente in den Songs. So gibt es bei "Rise Of The Outer Gods" kurze Phasen, in denen Linh ohne Instrumentalbegleitung singt und so die Atmosphäre des Songs noch einmal intensiviert. "Wo Worte Versagen" zeigt, dass die Hessen auch emotionale Tracks einwandfrei beherrschen, beginnt mit einem eher ruhigen Instrumental und versucht sich das erste Mal im Chorus an clear Vocals, was in Kombination mit den harten Screams und Growls in den Strophen auch sehr gut funktioniert.

Einzig "Vor Dem Sturm" als letzter Song des Albums wirft einen dunklen Schatten auf den bisher durchweg positiven Eindruck. Obwohl Klargesang als minderer Bestandteil bei "Wo Worte Versagen" noch sehr gut funktioniert, ist eine ganze, sehr langsame Ballade ganz ohne Screams und Growls einfach zu viel des Guten und raubt dem Hörer die ganze Energie, die die Band in den vorherigen elf Liedern aufgebaut hat. Trotz allem: Ein mutiger Schritt - und vermutlich einfach Geschmackssache.

Pentarium geben von der ersten Albumsekunde an alles und zeigen, was sie draufhaben - und das ist gar nicht wenig! Mit ihrer Energie und Brachialgewalt könnten die Hessen es auf jeden Fall noch zu einer anerkannten Szenegrößen schaffen, alle Weichen dafür sind bereits gestellt. "Zwischenwelt" ist heißer Anwärter auf eines der Top-Alben des Jahres, die ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet - den letzten Track im Notfall einfach skippen.

Tracklist:

01. 13
02. Nekropolos
03. Flames
04. Rise Of The Outer Gods
05. Abschied
06. Stare Into Darkness
07. Wo Worte Versagen
08. Memoria
09. Dal*mon
10. Beyond
11. Nordlicht
12. Vor Dem Sturm


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