Konzertberichte

Elb-Riot Festival27.08.2018

Elb-Riot Festival
18.08.2018
Großmarkt
Hamburg


Arch Enemy- Suicidal Tendencies- Skindred- Satyricon- Beartooth- Jasta- Uncured- Our Mirage

verfasst von Sandra D.

Kurz nach 11 Uhr kreuzte noch ein LKW den Besucherstrom auf dem Gelände des Hamburger Großmarktes. Ansonsten verlief der Einlass um dieses Uhrzeit reibungslos, so dass man sich rechtzeitig zu Our Mirage vor der Bühne einfinden konnte. Im Vorfeld sorgte die Ankündigung, das es sich bei dem Special Guest um die noch unbekannte deutsche Band Our Mirage handelt bei einigen Facebook-User für Enttäuschung, die sich aber als unbegründet herausstellte. Our Mirage überzeugten mit ihrem Melodic Hardcore und lieferten sauber ab.

Vorbei war es mit der Ruhe, denn im Anschluß donnerten die New Yorker von Uncured ihren Progressiv Death Metal den Anwesenden um die Ohren. Growls folgten auf Gitarrenparts und der erste kleine Circle Pit wurde eingeläutet und zum Ende hin tobte ein kleiner Moshpit. Die Sonne knallte währenddessen erbarmungslos und Wespen machten jagt auf Metalheads.

Ab 14 Uhr stand bei den Festivalbesuchern die Schatten - und Wassersuche mit auf dem Programm. Die Wasserpreise von 3 Euro sorgten für Unmut, ansonsten flossen Bier und diverse andere alkoholischen Getränke bereits gut die Kehlen runter. Das Essensangebot war, wie jedes Jahr, langweiliger Standard, der von Crêpe über Asia, Hot Dog, Falafel und Allem was sich grillen lässt reichte. Zumindest hatte man etwas, um eine Saufgrundlage zu schaffen. Einige hatten sich jedoch überschätzt und nutzten das sommerliche Wetter, um ein Nickerchen zu halten. Andere wiederum saßen auf dem Boden in kleinen Gruppen und warteten auf ihre Lieblingsband.

Da wären wir auch schon bei Jasta, der nicht nur eine Menge an Überraschungen in Form von Gastmusikern dabei hatte, sondern Jung und Alt mit seiner positiven Art vor die Bühne lockte. Neben Howard Jones (Ex Killswitch Engage) war noch Dino Cazares (Fear Factory) und Kirk Windstein (Crowbar) mit von der Partie. Das Publikum steuerte unzählige Crowdsurfer und einen Circle Pit bei.

Im Anschluss ging es mit Beartooth musikalisch weiter mit Hardcore, jedoch wurde das Publikum merklich jünger. Die Stimmung hielt sich weiter und Crowdsurfer purzelten unermüdlich der Security entgegen.

Nach einer längeren Umbaupause wurde es nun mit Satyricon verdammt dunkel- einzig die Sonne knallte unpassend auf die Bühne. Der düstere Black Metal spülte die Metalheads in die ersten Reihen und die Fans huldigten den Norwegern. Im Anschluß wurde mit der Animationsmaschine Skindred die Düsternis vertrieben und Partylaune machte sich T-Shirt schleudern und mitsingend und tanzend breit. Nur wenige Oldschool Metalheads fanden keinen Zugang zu der Reggae-Metal- Hip Hop - Mischung. Es folgte mit Suicidal Tendencies ein Urgestein des Oldschool Hardcores und mit unbändiger Energie fegte Mike über die Bühne als wäre wir zwanzig Jahre zurück in der Zeit gereist.  Endlich war die Sonne verschwunden, das Bühnenlicht konnte seine volle Wirkung entfalten und mit Arch Enemy gab es nun geballte Frauenpower mit fetter Stimme. Routiniert überzeugten Arch Enemy mit Power, großen Posen und einer stimmigen Setlist.

Obwohl 2018 das Gelände verkleinert wurde, die Spielzeit auf 22 Uhr verkürzt werden musste und die Wasserversorgung überdacht werden könnte, handelt es sich um eine kleine Festivalperle, die es hoffentlich noch die nächsten Jahre geben wird.

>> GALERIE << by Sandra D.

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