Konzertberichte

apRon17.11.2017

02.11.2017
Bochum
Bahnhof Langendreer


verfasst von Daniel

Im Galopp durch Deutschland

Hereinspaziert und Willkommen auf dem Ponyhof! Etwas Konfetti gefällig? Vielleicht einen Luftballon? Später gibt´s noch Partytröten. Warum ist eigentlich noch kein Fan mit einer Vuvuzela angereist? Für Festivals wäre das natürlich mal was, denn dann bekommt jeder mit, dass da was nicht stimmt, schaut nach und lässt sich anschließend von einer Klasse Newcomerband aus München begeistern: apRon!

Die machen mit ihrer aktuellen Tour "Auf dem Ponyhof 2017" Stopp im Bochumer Bahnhof Langendreer. Der ist übrigens eine grandiose Location und bietet eine klasse Akustik, ist Lichttechnisch gut ausgestattet und bietet ausreichend Platz für Band und Fans. Leider können apRon die Location nicht vollständig füllen, was wirklich schade ist. Nötig ist das aber keineswegs, da die teilweise der Band hinterher- oder vorausreisenden Fans so viel Stimmung machen, wie eine gefüllte Location. Und wenn man ehrlich ist, ein kleines Konzert in gemütlicher Runde ist immer eine umso größere Erinnerung. Man kennt sich noch, macht während der Show Witze mit der Band und hat Zeit für Blödsinn. Sowas prägt sich ein und macht eine Band schwer sympathisch. In Bochum jedenfalls ist der Abend geprägt von solch schönen Momenten. Da wäre zum Beispiel der Ritt auf dem Krokodil zu "Das Krokodil": Wenn das Kroko auf der Menge nach den ersten Metern herunterfällt, wird es einfach quer durch die Location getragen um das Bier zu jagen. Zu "Taktstock" wurden dann wieder fröhlich die kleinen Partytröten verteilt, um die Textpassage "Lutsch mein´ ..." Jugendgerecht zu zensieren. Auch das klappt mit knapp 50 Leuten ausgezeichnet und ist in Bochum sogar pädagogisch sinnvoll, da sich auch mehrere kleine Kinder im Publikum verteilen, die ihre Eltern zu ihrem vielleicht ersten Konzert begleiten durften. Bei apRon kein Problem, solange auf adäquaten Gehörschutz geachtet wird.

Richtig Stimmung machten die Jungs in rosa Bademänteln mit Nils als Hodenlautesten, auf apRon-Konzerten eher als Jesus bekannt. Warum die Jungs sich jetzt die Hodenbrüder nennen?wer weiß. Lustig sind die drei aber allemal und für jeden Spaß zu haben. Riesenluftballon-Wettpusten, Rudern oder am lautesten, spontan von der Band eingeschobene Rammstein-Cover mit Till an der Gitarre, singen: Die drei sind dabei! Aber auch sonst muss der Fangemeinde, insbesondere dem Fanclub Respekt gezollt werden, da es inzwischen fast fraglich ist, wer mehr Konfetti dabei hat, die Band oder die Fans.

Nach einem langen Konzert muss die Location dann leider recht zügig geräumt werden und viele der Anwesenden sagen nicht Tschüss, sondern verabschieden sich bei der Band und untereinander mit "Bis Morgen in Köln". Das ist echt Liebe zur Band und wenn wir von Kalle-Rock ehrlich sind: Bei den Shows ist jede Location immer einen Besuch wert!

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