Review

Wormlight - Wrath of the Wilds20.03.2018

Wormlight - Wrath of the Wilds

Wormlight - Wrath of the Wilds

verfasst von Louisa

Und wieder ein Debüt! 2 EPs haben die Black Metaller Wormlight seit ihrer Gründung 2014, damals noch unter dem Namen Unhallowed, schon veröffentlicht. Mit Wrath of the Wilds präsentieren sie nun ihren ersten Langspieler. Die Plattenfirma verspricht ein Werk, das seinen Hörer auf eine kalte, furchteinflößende Reise mitnimmt. Grund genug, sich das einmal genauer anzuhören und herauszufinden, was wir in Zukunft noch von den Schweden erwarten dürfen.

Wormlight lassen sich, ganz Black Metal untypisch, nicht lange bitten, sondern legen ohne langes Instrumental-Intro direkt mit dem Gesang los. Die Growls des Sängers sind eher mid range als tief und lassen sich nicht von den Instrumenten übertönen. Trotzdem sind viele Songs des Albums einander sowohl tonal als auch instrumental so ähnlich, dass ich einige Trackwechsel erst nach ein paar Minuten überhaupt bemerkt habe. Ob das wünschenswert ist oder eher nicht liegt wohl immer im Auge des Betrachters.

Der einzige Song der sich etwas vom Rest abhebt ist "Vittramark". Die Schweden wechseln ruhige Gitarrenklänge mit fast nur gesprochenem Gesang und härtere Passagen mit Screams ab. Dieser Wechsel wird zumindest einige Male wiederholt, bevor der Track wieder in den altbekannten Sound verfällt und härter, aber auch einseitiger wird. Der Kontrast zwischen ruhig und heavy steht Wormlight sehr gut und hätte für ein bisschen Abwechslung auch gerne noch in anderen Songs fortgeführt werden dürfen.

Außerdem bricht der achte Song des Albums "Invocation" noch aus dem üblichen Rhythmus aus. Dieser ist zwar "nur" das Intro zum neunten und letzten Track, gehört für mich durch seine Andersartigkeit aber trotzdem zu den besseren des Albums. Der beschwörende Sprechgesang und die schwermütigen Klaviermelodie schaffen das erste Mal tatsächlich die versprochene kalte und düstere Atmosphäre.

Insgesamt finden sich auf Wrath of the Wilds viele eher durchschnittliche Songs mit eingängigen Rhythmen, aber eine kalte und furchteinflößende Offenbarung ist das Debüt-Album der Black Metaller nun nicht. Ich hätte mir von den Schweden ein atmosphärischeres Album mit etwas mehr Abwechslung gewünscht, durch den beschwörenden Gesang bei "Invocation (Intro)" und die ruhigen, gesprochenen Stellen bei "Vittramark" zeigen sie ja, dass sie durchaus dazu in der Lage wären. Uneingeschränkt empfehlen kann ich das Album deswegen leider nicht.

Tracklist:

01. Wrath of the Wilds
02. Reptilian King
03. Vittramark
04. The Ghost Light's Dance
05. Cry of the Nameless
06. On Tattered Wings
07. Nightmare
08. Invocation (Intro)
09. Feast of the Mountain Kin

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