Review

WATAIN - Tridend Wolf Eclipse04.01.2018

WATAIN - Tridend Wolf Eclipse

Pünktlich zum Jahresanfang hält Watain mit dem neuen Album TRIDENT WOLF ECLIPSE eine heißersehnte Überraschung bereit. Am 5. Januar 2018 gibt es nach dem letzten, vor 5 Jahren erschienenen Album THE WILD HUNT, endlich endlich wieder was Neues auf die Ohren. Letzteres Album und der gleichnamige Song haben einst meine Liebe zu Watain entfacht. Diese wird auch nach Hören der Neuerscheinung hoffentlich nicht erloschen sein ^^ Besonders glücklich können sich diejenigen schätzen, die in Stockholm, Berlin, Tilburg, London, Paris wohnen oder sich gerade in der Nähe herumtreiben. Hier geben die Schweden gleich Anfang
Januar auf ihren begehrten Konzerten eine Kostprobe des neuen Albums und hoffentlich auch einige Klassiker zum Besten. Mit dabei haben sie Support von Occvlta, Horns of Domination, Degial und Hell Militia. Scheint ein sehr viel versprechender Abend zu werden. Wer also für den Auftritt im Lido Berlin noch keine Tickets hat: Los gehts!

Aber dass ihr wisst, was euch erwartet, und was für ein neues Kapitel Watain hier aufschlägt, hier mal meine Meinung zu den 8 Liedern auf TRIDENT WOLF ECLIPSE. Auch dieses Album ist über das deutsche Plattenlabel Century Media Records erschienen. Schon gleich das erste Lied "Nuclear Alchemy" legt mit einem unglaublichen Tempo los. Hier beweisen sie ihre Stärke und Gewalt, wenn auch mit etwas weniger Melodie, als von so manch älteren Liedern gewöhnt. Und diese Gewalt wird im gesamten Album beibehalten, das ist unglaublich. Noch etwas besser gefällt mir der zweite Song "Sacred Damnation", dieser hat auch etwas
ruhigere Parts drin. Mit "Teufelsreich" hat es ein deutscher Titel aufs Album geschafft. Dieser spiegelt sehr gut wieder, wem Watain ihre Musik gewidmet haben und wofür sie leben. So dürften nicht nur die Texte, als auch die Musik wieder sehr gut mit extravaganten und verstörenden Konzertauftritten Hand in Hand gehen. "Furor Diabolicus" ist derzeit mein Lieblingslied des neuen Albums. Es ist - surprise - sehr schnell, dennoch finden hier auch ruhigere Passagen mit Taktwechsel ihren Platz.

"A Throne Below" sehr mächtig, dennoch irgendwie ein bisschen, man traut es sich kaum auszusprechen, gewöhnlich. Genauso wie "Towards the Sanctuary" und "Ultra (Pandemoniac)", ein eher "klassisches" Lied, mit einem Gitarrensolo, das etwas mehr zulegen könnte. Mit "The Fire of Power" schließt das Album. Gerade dieses hebt sich aus den restlichen Songs etwas hervor. Obwohl dieses Lied sehr gewaltig ist, hat man gerade nach den vorangegangenen Liedern das Gefühl, dass es doch ein eher "ruhiges" Lied ist. Viele andere Bands tun sich selbst mit so einem Tempo schwer. Aber gerade das gefällt mir sehr gut. Endlich steht wieder wie so oft bei Watain das Schlagzeug etwas mehr im Vordergrund. Gerade dadurch, dass vieles nicht im "Einheitslärm" verschwinden zu scheint, wirkt es umso kräftiger und irgendwie dynamischer - ein Beispiel dafür ist "Black Flames March". Man könnte meinen, mit diesem Album sind Watain angekommen und aber doch nicht. Sie experimentieren nicht mehr sooo viel und auch stimmungsvollen "Balladen" mit atmosphärischen Texten wie "They Rode On" sucht man vergeblich. Doch hoffentlich ist das nicht das Ende als vielmehr der Beginn der Reise. Auf jeden Fall wollen sie ihr Vermächtnis aufrechterhalten und mit dem Album noch eins drauflegen.

Es fällt schwer, das Album in Worte zu fassen. Ich denke, erst nach mehrmaligem Hören wird einem doch die Vielfältigkeit des Albums bewusst und man entdeckt immer neue Schätze. Leute, holt euch dieses tolle Album und seht sie euch vor allem Live an. Es wird ein Abend, an den sich euer Nacken noch laange erinnern wird!

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