Review

VOODOO CIRCLE - Whiskey Fingers23.11.2015

VOODOO CIRCLE - Whiskey Fingers

Voodoo Circle - Whiskey Fingers

verfasst von Kalle

Wenn Gitarristen auf coole Ideen kommen, dann entstehen nicht nur Soloprojekte mit haufenweise Instrumentalen Stücken, sondern es gibt dann diese Bands, die sich daraus bilden, die über Jahre Bestand haben und eine eigene Fanbase entwickeln. So geschehen bei Voodoo Circle, die es dank Alex Beyrodt seit 2008 gibt. Das neue Album "Whiskey Fingers" ist bereits das vierte Werk der Musiker. Und von denen hat sich Alex ein paar ordentliche damals ins Boot geholt. David Readman als Sänger, Francesco Jovino an den Drums, Alessandro Del Vecchio an den Keyboards und Mat Sinner am Bass. Manche von ihnen singen noch Zweitstimmen in manch Songs, aber vorrangig sind sie für Instrumente dabei.

Der Fokus der Platte liegt nicht dem Namen gerecht zu werden, denn wenn ich Whiskey Fingers höre, denke ich an verrauchte Westernsaloons und Reibeisenstimmen, verdreckte Cowboys und Strohballen, die ausgetrocknet durch die Sandwüste wehen. Das braucht man bei Voodoo Circle alles nicht erwarten, denn hier wird auf Classic Rock gesetzt. Wenn man so mag klingt die neue Platte wie eine Mischung aus Mötley Crüe, Deep Purple, Whitesnake, Dio und Led Zeppelin. Von überall hört man gewisse Einflüsse und dennoch schafft es die Band wieder ihren eigenen Stil zu bringen. Es ist ein sehr melodiöses Album geworden, welches durch brilliante Gitarrensoli von Alex besticht. Gesanglich kann David ebenso überzeugen, weil er die Tonarten auch wechseln kann und nicht komplett monoton klingt. Mir persönlich gefällt es, dass man die Keyboardtöne ganz besonders heraus hört und daher der Einfluss von Deep Purple oder Whitesnake gut zu vernehmen ist.

Ihr werdet hier mit Sicherheit nicht enttäuscht, wenn ihr auf guten Classic Rock steht und ein Hang zur grandiosen Gitarrentönen habt. Ihr müsst offen für viele Melodien sein und für die ein oder andere Portion Gefühl. Das Album geht runter wie Öl und als ich es mehrmals durchgehört hatte, war ich überrascht, wie die Zeit verflogen ist. Man versinkt förmlich in die Songs und vergisst um sicher herum, was so passiert. Die Platte eignet sich als gut, wenn man mal ordentlich Abschalten möchten, aber nicht auf den guten Rockmusikklang verzichten möchte. Sehr schönes Werk und eine absolute Empfehlung meinerseits.

Tracklist:    

01. Trapped In Paradise
02. Heartbreaking Woman
03. Watch And Wait (I Got My Eye On You)
04. Medicine Man
05. The Day The Walls Came Down
06. Heart Of Stone
07. Straight Shooter
08. The Rhythm Of My Heart
09. Devil Takes Me Down
10. 5 O´Clock
11. Been Said And Done

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