Review

VINIDE - Reveal10.01.2018

VINIDE - Reveal

VINIDE - Reveal

verfasst von Kalle

Hachja... irgendwie ist es ja fast ein Klischee, was die vier Jungs aus Kuhmo in Finnland erfüllen. Man kennt sich aus der Highschool und hat musikalisch die gleichen Interessen. Da denkt man natürlich sofort an die Gründung einer Band. In Finnland ist fast jeder irgendwo mit Musik verwurzelt und nirgendwo gibt es im Durchschnitt so viele Metalbands, wie in Finnland. So jedenfalls mein Gefühl. Das Gute an der Sache ist, das Finnland ein großes Land ist, die Städte eine überschaubare Größe haben und die Chance gehört zu werden, doch hoch ist. In dem Land spielen die Radiosender nämlich solche Sounds, wie ihn Vinide spielen.

Da können sich unsere Radiosender im Land mal eine Scheibe von abschneiden und mehr Symphonic Metal aufnehmen. Klar... Internetradios machen das schon lange, aber ich möchte sowas über normale Radioanlagen laufen lassen. Weil was die Band hier musikalisch auf die Beine stellt, das hat schon Hand und Fuß, sowie einige Überraschungen. Es ist schon sehr mit Keyboard und ein paar Samples zugesetzt und die melodische Gitarre geht dadurch etwas unter, doch wenn plötzlich Operngesang dazwischen kommt, dann ist der WOW-Effekt aber mal so richtig gelungen. Gesanglich überzeugt mich Elmeri, nein er hat nicht die Operastimme, durchaus. Er hält das hohe Tempo im Sound gut mit und wirkt nicht überfordert. Er will auch nicht zu hohe Töne ansetzen, sondern konzentriert sich auf die Harmonie zwischen Soundbett und seiner Stimme.

Und die Geschwindigkeit des Sounds erinnert hier und da sehr an Dragonforce, Sonata Arctica oder andere Kaliber der Art. Die Lieder hören auf Namen wie "Breakout", "The Rat", "The Bombs", "The Truth" oder "Save The Earth". Mir gefällt die Power und die Melodie auf der Platte. Sehr schöne Drumparts, mit ordentlich Doublebass, hohes Tempo... einfach ein Rundumpaket für jeden Symphonic Metal Fan. Gerade diese immer wieder auftauchenden Operngesangspart überzeugen mich, weil die sich genauso gut in die Musik einfügen und so ein klein wenig an Nightwish zu Tarja Zeiten erinnern. Hier passt jede Menge zusammen und die Finnen sind in jedem Fall eine Kostprobe für euer Gehör.


Tracklist:

01. Intro
02. The Beginning Scene
03. Breakout
04. Reveal
05. Anger
06. The Rat
07. Plea
08. Emanuel
09. The Truth
10. The Plan
11. Believe
12. The Bombs
13. Another Dimension
14. The Great Voyage
15. Save The Earth

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