Review

TWILIGHT FORCE - Heroes Of Mighty Magic05.09.2016

TWILIGHT FORCE -  Heroes Of Mighty Magic

TWILIGHT FORCE -  Heroes Of Mighty Magic

verfasst von Kalle

Wenn es eine Band gibt, die so richtig mit dem Klischee spielt, das Power Metal nur ein gewisses Thema kennt und dabei kindlich rüber kommt, dann sind es Twilight Force. Sie selbst nennen ihr Genre Adventure Metal. Passend dazu gibt es interessante Gewänder auf der Bühne und einen solch unterhaltsamen Sound, der ein jedes Power Metal Herz höher schlägen lässt. Und ja... meins auch!

Die neue Platte spielt praktisch mit dem Klischee, es würde nur über Schlachten und Fabelthemen, sowie mystische Dinge gesungen werden. Klar warum auch nicht, wenn es doch so geil klingt in dem Stil?! Die Schweden haben auf ihrer zweiten Platte insgesamt zwölf mächtige Tracks für euch zusammengebaut und Jeder davon wird euch begeistern. Geschwindigkeiten, Melodien, Gesang... hier fügt sich ein Element in das Andere und zusammen ergibt das einen lieblichen Klang, wo schon nach den ersten Noten klar ist: HEADBANGEN BITTE!

Das die Musiker mit sehr interssanten Namen daher kommen, gehört zu der Art von der Band dazu und so nenne ich die Jungs, die sich übrigens 2011 gegründet haben und aus der gleichen Stadt kommen wie Sabaton (Falun), jetzt bei ihren fiktiven Namen. Sänger Chrileon hat eine optimale Stimme für die Geschwindigkeit und weiß die Wörter in die Länge zu ziehen, damit es nach etwas klingt und nicht total unpassend wirkt. Manch Sänger in dem Genre singt ja oft zu hoch, zu unmelodisch oder spricht mehr als zu singen. Chrileon muss man das alles nicht beibringen, denn er beherrscht sein Werk und kann von Beginn an überzeugen. Seine Gitarrenfraktion, Lynd und Aerendir, lässt jeden Luftgitarristen das Herz höher schlagen, denn ihre Riffs und Geschwindigkeiten bringen euch in die Richtung von Dragonforce meets Rhapsody. Passend dazu gibt es schöne Keyboardsounds von Blackwald, ein Drumgewitter von De´Azsh und die tiefen Töne von Born.

Wer jetzt denkt, die Songs punkten nur mit Schnelligkeit und ein paar Riffs, die so ordentlich schmettern, der irrt! Hört euch zum Beispiel "Guardian Of The Seas" an. Dort bekommt ihr ein Auf und Ab geboten und werdet in einen epischen Sound entführt, der mit Chor, Orchester und vielen anderen Überraschungen daher kommt. Schön ist auch die Spielzeit von gut und gerne 70 Minuten. Für ein Album eine beachtliche Zeit und für meinen Geschmack immernoch zu kurz. Ich habe die Platte jemanden vorgespielt, der mit dem Genre Metal so überhaupt keine Berührung hat und er fragte mich ernsthaft, ob Disney hier seine Finger mit ihm Spiel hätte. Und da hat fast nicht unrecht, denn man könnte schon meinen, das manch Melodien auch durchaus in einer Achterbahn ihren Platz finden könnten. "Riders Of The Dawn" wäre da ein optimaler Track dafür, wobei auch der über 10minütige Song "There And Back Again" eines Freizeitparkes entspringen könnte.

Wer eine Verschnaufpause von den ganzen hohen Tempowechseln und Geschwindigkeiten benötigt, der muss bis zum letzten Teil des Albums warten, denn dort wartet ein Epilogue und das Outro auf euch. Die Platte ist ein absoluter Leckerbissen für Hochgeschwindigkeitsmetal mit Gutelaunefaktor und der Prise epischer Klischeehaftigkeit. Ein tolles Werk und sicher der jetzt lang ersehnte Durchbruch für Twilight Force. Ich wünsche es ihnen sehr, denn auf der Gloryhammer-Tour vor einiger Zeit durfte ich die Jungs live erleben und das ist ein absoluter Genuss. Also.. ab in den Plattenladen und headbangen, Luftgitarre schwingen und auf Einhörnern durch die Wälder reiten und Drachen jagen. Ich mag das total und daher... ihr jetzt hoffentlich auch!


1. Battle of Arcane Might
2. Powerwind
3. Guardian of the Seas
4. Flight of the Sapphire Dragon
5. There and Back Again
6. Riders of the Dawn
7. Keepers of Fate
8. Rise of a Hero
9. To the Stars
10. Heroes of Mighty Magic
11. Epilogue
12. Knights of Twilight's Might

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