Review

TRAITOR - Knee Deep In The Dead12.05.2018

TRAITOR - Knee Deep In The Dead

TRAITOR - Knee Deep In The Dead

verfasst von Sebastian

Traitor, eine mir bis dato nur vom Namen her bekannte Band, hat sich mit diesem Review und bereits beim ersten Testhören in mein Herz gespielt. Traitor die sich bereits im Jahr 2009 zusammengefunden und nach Demos, einem Wechsel in der Besetzung und zwei Alben hier ihr drittes Baby mit dem Titel Knee Deep In The Dead auf das Volk losgelassen. Und dieses erwartet hier Thrash vom allerfeinsten.

Bei den ersten Saitenanschlägen und dem einsetzenden Schlagzeg vom Opener "Mad Dictator" dröhnt einem sofort ein so klarer und perfekt abgemischter Sound aus den Boxen entgegen, dass man sich schon auf den Rest der Produktion freut. Nachdem sich der Track ein wenig an Geschwindigkeit gesteigert hat wird sofort die Nackenmuskulatur stimuliert. Andreas Organ sorgt dann für die Perfektion der Band. Ein Gesang der sich einfach in die Gehörgänge brennt. Noch dazu ist der Hauptsänger ebenfalls der Schlagzeuger der Combo, sieht man nicht sehr oft. Aber auch der Background Gesang muss sich nicht verstecken. Na gut, Gesang ist übertrieben. Meistens sind es Schlagworte wie "Mad Dictator" oder "Hail to the Traitor" die einem entgegen gefeuert werden. Aber auf eine wirklich geile Art die einfach Spaß macht. "Predator" schimpft sich der zweite Song auf dem Silberling und sofort dachte ich an die heimlich geguckt VHS des Kultfilms. Aber Moment, nicht nur Predator oder der zuvor genannte "Hail To The Traitor"-Shout der Band lassen stark an die achtziger denken. Knee Deep In The Dead huldigt Doom und mit "Nuke 'Em All" wird zum zweiten mal der wohl coolsten Gamecharakter ever erwähnt.

Und das ist es auch was dieses Album für mich ausmacht. Es ist feinster Trash in dem immer ein kleine Prise Humor mitschwingt. Neben Stücken die thematisch um verrückte Diktatoren, einem Predator, besessenen Menschen oder Kreuzigungen geht, gibt es auch mal ein sinnfreies Intro welches als einzelner Track auf dem Album zu finden ist und doch nicht als Lückenfüller wirkt. Dieses besteht ausschließlich aus Sounds aus Doom. Es werden Türen geöffnet, Monster mit Blei durchlöchert bis man ihre Schreie hört. Danach geht es in gewohnter Manier wieder zur Sache. Ein Track auf den ich schon von Anfang an gespannt war ist Nummer elf mit dem Titel "Blitzkrieg Bob". Irgendwie covert den Song ja doch mal fast jeder zweite Künstler. Mal besser mal schlechter. Im Endeffekt erwartet einen hier nichts anderes als genau das genannte Stück. Aber Traitor verleihen ihm eine so schöne eigene Note das er definitiv seine Daseinsberechtigung hat.

Kurz gesagt macht Traitor genau das was jeder erwartet wenn von Thrash die Rede ist, allerdings macht die perfekte Produktion des oldschool Thrash und die vielen Seitenhiebe an Filmen und Spielen wirklich interessant. Definitiv wird dieses Album dazu beitragen das Traitor nicht wieder im Underground versinken. Ich freue mich jedenfalls schon auf die Festivals auf denen ich die Chance habe sie zu sehen. In diesem Sinne: Bitte genauso weitermachen und eine klare Kaufempfehlung!

Tracklist:

01. Mad Dictator
02. Predator (Skinnes Alive)
03. Nuke 'Em All
04. Ebola
05. Pieces Of Pale
06. Demonic Possession
07. At The Gates Of Hell (Intro)
08. Knee Deep In The Dead
09. Xenomorph
10. Crucifiction
11. Bltzkrieg Bob (Ramones Cover)

Alle CD Reviews

Treffer 1 bis 200 von 1271