Review

THUNDER - All You Can Eat14.01.2016

THUNDER - All You Can Eat

THUNDER - All You Can Eat

verfasst von Karla the Fox

Jahrelang sind sie im Geschäft. Machen nie den richtigen Durchbruch, doch sind immer präsent und von treuen Fans umgeben. Das ist das Leben von Thunder.  Nachdem sie das Album Wonder Days veröffentlicht hatten, war es Zeit für etwas Kreatives. Man einigte sich auf ein 3-Discs Boxset mit Liveaufnahmen und einer DVD, die eine kleine Doku und Zusatzmaterial in Bild und Ton zeigt. Das ganze wurde All You Can Eat genannt, wie ein Buffet, von dem sich jeder suchen kann, was er will und satt essen.

Der erste Teil heißt "Live at RAK Studio1". Live im Studio? Wie ist das zu verstehen? Ganz einfach: Thunder haben sich zwar ins Studio gestellt, nicht auf die Bühne, doch sie haben alles in einem Zug aufgenommen. Keine Pausen, keine Anweisungen, keine Nachbearbeitungen. So, wie sie es gespielt haben, spontan und vielleicht mit ein oder zwei Fehlern. Wüsste man es aber nicht, könnte man auch meinen, das ist so ausgearbeitet. Der zweite Teil ist das "Live At The Brooklyn Bowl"-Konzert, zu dem nur ausgewählte Fans gehen durften. Wer hin durfte, zahlte nichts, doch es durfte auch niemand irgendwelche Aufzeichnungen machen außer der Band selbst. Mit einer Mischung aus Klassikern, Covern, Wonder Days-Songs und unveröffentlichtem Material werden die Fans rundum verwöhnt. Der Livecharakter wird super eingefangen und dennoch hört man jedes Bandmitglied klar und deutlich. Die DVD liegt mir leider nicht vor, das wäre nochmal interessant geworden. Die Musik gibt es auch als zwei Vinylscheiben zu erwerben. Passt bestens zu dem retroangehauchten Hardrock von Thunder mit ehrlichen Riffs und dynamischen Messages.

Ich finde die Idee grandios. Ist aber eher was für Fans, die die Band und ihre Werke auswendig kennen. Als Neueinsteiger zieht sich das ganze zu lange hin und man erkennt auch nicht die unterschiedlichen Phasen ihres Schaffens, wenn man sich nicht intensiv eingearbeitet hat. Deshalb finde ich es umso mehr schade, den Film nicht gesehen zu haben, zeigt er doch immer sehr viel vom Charakter und der Historie einer Band. Vielleicht hole ich das bei Gelegenheit nach. Trotzdem habe ich intuitiv einen Lieblingstrack gefunden, nämlich "When The Music Played" auf CD 1. Kann mir jemand dazu was erzählen?

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