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THE VISION BLEAK - The Unknown01.08.2016

THE VISION BLEAK - The Unknown

THE VISION BLEAK - The Unknown

verfasst von Karla the Fox

Willkommen im Unbekannten, Willkommen im Reich der Dunkelheit. Das Folk-Goth Duo The Vision Bleak schlägt wieder um sich, mit ihrem Longplayer 'The Unknown'. Ganz neu ist das Album nicht (VÖ 3. Juni 2016), doch erst jetzt fand ich die innere Ruhe, mich diesem Werk zu widmend - woraufhin sie gleich wieder verschwunden ist, die innere Ruhe. The Vision Bleak ziehen dich von Anfang bis Ende immer tiefer in ihr Reich, dessen Aura man auf dem Cover Art erahnen kann. Wer vor dem Hören noch unbeschwert war, findet sich währenddessen und danach in einem Zustand des gebannten Nachdenkens und Fantasierens. Fans der Band und sie selbst sagen, dass sie mit 'The Unknown' neue Pfade betreten. Mir kommt das neuste Werk noch etwas kraftvoller, geradliniger und weniger verspielt vor als das, was Ulf Theodor Schwadorf und Allen B. Kostanz vorher gemacht haben.

Nur zu zweit spielen die beiden Alleskönner ihre Musik ein und singen auch beide, um den Songs leicht variierende Atmosphären zu geben. Sie treffen den Goth-Nerv sehr gut und dürften gleichzeitig Fans des klassichen Heavy Metals, des Dooms und des Dark Rocks gefallen. Sie erzählen Geschichten und bilden Stimmungen. Wer mich aber fragt, dem werde ich nur zwei Songs explizit nennen können, an die ich mich erinnern kann und die mir im Einzelnen positiv aufgefallen waren: einmal "The Kindred of Sunset" und den quasi-Titelsong "Into the Unknown". Der Rest, und dafür dürfen mich alle Anhänger hassen, zieht sich zu lange dahin und den Hörer runter. Diese Art von Tracks war mir schon immer zu lang und zu monoton und daran können die meisten Songs von The Vision Bleak nichts ändern. Auch wenn sie einzeln gehört eine große Wirkung entfalten und diese beiden Barden ihr Handwerk definitv beherrschen.

Man hat also nur zwei Möglichkeiten: entweder man lässt sich voll und ganz von dem atmosphärischen Sog wortwörtlich ins Unbekannte hineinziehen und gibt sich diesem mit Leib und Seele hin oder man schließt verschrocken die Tür zu dieser Welt und hofft, noch irgendwo ans Tageslicht zu kommen, bevor es zu spät ist. Das kommt auf euch an, auf eure Seele und auf die Stimmung, nach der ihr gerade sucht.

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