Review

THE ETERNAL - Waiting For The Endless Dawn27.08.2018

THE ETERNAL - Waiting For The Endless Dawn

THE ETERNAL - Waiting For The Endless Dawn

verfasst von Louisa E.

Fünf Jahre sind seit dem letzten full-length Album der australischen Doom Metaller The Eternal vergangen, die bereits einige Erfolge in der Musikszene verbuchen konnten und schon mit Szenegrößen wie Opeth auf der Bühne standen. Der Albumtitel Waiting For The Endless Dawn scheint also mehr als passend, doch jetzt hat das Warten endlich ein Ende...

..dachte ich. Mit ?The Wound? geht das Album vielversprechend los. Ein ruhiger Instrumentalanfang weckt den Hörer langsam auf, intensiviert sich immer weiter und dann, als gefühlt der Gesang einsetzen sollte: nichts. Statt den Höhepunkt des Instrumentals auszunutzen, wird die Melodie wieder ruhiger und macht es dem Hörer schwer, weiterhin aufmerksam zu bleiben Erst nach sieben Minuten Intro, die man auch auf drei hätte reduzieren können, beginnt Mark Kelson zu singen doch bis dahin heißt es warten.

Im weiteren Verlauf des 20 Minuten langen Liedes (!!) kann Kelson seine Stimme wunderbar unter Beweis stellen und versprüht mit seiner Stimmfarbe Oldie-Vibes. Wären die Lieder vier statt 10 - 20 Minuten lang hätten sie gute Chancen im Radiogeschäft der 70er Jahre gehabt. Erst bei ?A Cold Day To Face My Failure? gibt es das erste Growling, das auch in den vorherigen Liedern schon sehr gut gepasst und eventuell etwas Abwechslung gebracht hätte.

Abwechslung hätte dem Album insgesamt sehr gut getan. Die Australier setzen Kelsons Stimme zwar immer wieder anders ein, mal hoch und klagend, mal mit Stimmverzerrer und mal growlend, aber sechs Lieder über der 10 Minuten Marke mit relativ einseitigem Instrumental ermüden irgendwann selbst den aufmerksamsten Hörer. Einzig das Titelstück ?Waiting For The Endless Dawn? unterscheidet sich hörbar von den anderen Titeln und zeigt am Ende des Albums noch einmal, zu was die Band fähig ist. Davon nächstes Mal ein ganzes Album, bitte!

Waiting For The Endless Dawn ist nur etwas für Liebhaber oder Hörer mit einem sehr langen Atem, die gewohnte Strukturen höher schätzen als Abwechslung und sich auch von einem 20 minütigen Track nicht schrecken lassen. Bis auf den letzten Titel - den eindeutigen Lichtblick des Albums - sind die Stücke einfach viel zu lang, sogar für Doom. Vor dem Kaufen unbedingt probehören!

Tracklist:

01. The Wound
02. Rise From Agony
03. A Cold Day To Face My Failure
04. I Lie In Wait
05. Don´t Believe Anymore
06. In The Lilac Dust
07. Waiting For The Endless Dawn

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