Review

TEMPERANCE - The Earth Embraces Us All31.07.2016

TEMPERANCE - The Earth Embraces Us All

TEMPERANCE - The Earth Embraces Us All

verfasst von Kalle

Na... wollt ihr mal raten, woher diese Band jetzt stammt? Kleiner Tipp.. in meinen letzten Reviews hatte ich dieses Land, im Bezug mit dem Genre Melodic Metal, ziemlich oft und mich da schon gefragt, ob solche Bands dort gezüchtet werden. Klar... es handelt sich mal wieder um eine Band aus Italien. Aber das Gute ist, man merkt es ihnen eigentlich gar nicht an. Temperance sind eine vierköpfige Band mit vorrangig weiblichen Gesang von Chiara. Sie wird ab und an unterstützt von Marco, der gleichzeitig der Leadgitarrist der Band ist. Dazu kommen noch Luca am Bass und Giulio an den Drums und am Keyboard.

Es gibt aktuell zwei Veröffentlichungen und mit dem jetzt folgenden dritten Album soll der Durchbruch gelingen. Chance sehe ich dafür, denn für diese Art von Musik gibt es eine große Fanbase in Europa. Es gibt auch viele kleine Feinheiten, die den Sound von Temperance von anderen unterscheidet, aber auf anderer Seite ist vieles nicht wirklich neu erfunden. Einige Passagen könnten von jeder Band in dem Genre gesungen werden. Allerdings sind diese kleinen Feinheiten das was den Sound so interessant machen. Egal ob die Geigenklänge, die Variationen im Gesang oder die Tempowechsel, die mal zarten und mal harten Melodien, das Keyboard was stark nach Klavier klingen kann. Es wird jede Menge Abwechslung geboten. Eine Drehleier kommt in "Unspoken Word" zum Beispiel vor. Hat man nicht so häufig in dem Genre dieses Instrument.

Temperance spielen jetzt auch keinen total auf Melodie und Tempo hochgezüchteten Sound sondern bringen viele moderne und frische Elemente in ihren Klang. Gerade das Spiel mit den Stimmen und den verschiedenen Tonhöhen gefällt mir. Hier wird nicht bis zum Anschlag gescreamt, sondern sich auf die besonderen Nuancen geachtet. Es kommen sogar einige elektronische Klänge vor, die man speziell im auf italienisch gesungenem Song "Maschere" oder in "Haze" hören kann. Letzter könnte auch von Babymetal gespielt werden, weil er so einen brachialen, aber kindlichen Touch hat. Dieses Album ist wirklich ein Überraschungsei und absolut höhrenswert. Ihr werdet hier mit viel Kreativität überschüttet und bekommt viel Abwechslung. Stupide ist definitiv etwas Anderes und trifft auf Temperance in keinem Fall zu. Mehrmaliges Höhren ist hier absolut zu empfehlen und wenn mal eine schwächere Nummer kommen sollte, die Nächste haut es bestimmt wieder raus!

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