Review

TAINA - Seelenfresser10.05.2018

TAINA - Seelenfresser

TAINA - Seelenfresser

verfasst von Sebastian

Mit der deutschen Band Taina geht es hier mal wieder ins Genre des Industrial Metals. Mit im Gepäck hat Taina das Album Seelenfresser, welches ebenfalls ihr Debutalbum darstellt. Das hat mich doch ein wenig überrascht das mir der Bandname doch schon seit längerem ein Begriff ist. Aber das erklärte sich schnell, da Sänger und Synthiespieler WoLand und Gitarrist SerZh sich bereits 2010 zusammenfanden. Vor acht Jahren also begann das Projekt und es wurde eine kleine EP auf den Markt geworfen die von zwei Videos begleitet wurde. Bis ins Jahr 2015 wurde erst in Deutschland, später aber auch jenseits unserer Grenzen zum Tanz aufgespielt. Ab genanntem Jahr gab es dann mit Hannes auch einen festen Drummer. Nun kurz vor Release von Seelenfresser besitzt Taina sogar noch einen Bassisten.

Aber zurück zu dem Debut. Schrei nicht heißt der Opener und während der auf einen einprasselnden Drums zu Beginn, setzen harte Gitarrenriffs ein. Und schon zu dem Zeitpunkt hatte ich einen Gedanken im Kopf: Rammstein. Aber gut, bei der Größe von Rammstein gibt es wohl viele Bands bei denen einem dieser Geistesblitz kommt. Auch der Gesang lässt doch ein wenig an die NDH erinnern. Aber bereits hier wird klar, dass sich auf Seelenfresser mehrere Genres zu einem Produkt vereinen. Schön zu hören war ebenfalls ein doch recht cooles Gitarrensolo. Insgesamt ein guter erster Eindruck. Pseudogott will jetzt erst mal die Metaller bedienen und setzt kraftvoll mit Synthiesounds zu den Riffs ein die zusammen mit dem Druckvollen Schlagzeug ordentlich zum Kopfschütteln einladen. Nebenbei eine kleine aber feine unscheinbare Melodie während des Refrains, die einem doch längere Zeit im Kopf bleiben wird. Dem geneigten Hörer wird Teil von mir evtl. schon ein Begriff sein, handelt es sich hier doch um eine der früheren Singleauskopplungen. Auch hier kam wieder eine andere Band mit dem Stück Bück dich in den Sinn.

Geht es doch ganz leicht in die Selbe Richtung von Dominanz, Devot sein und der Zwischenmenschlichkeit. Wieder eine Singleauskopplung und mein Anspieltipp von Seelenfresser ist "Perfekte Dunkelheit". Musikalisch und Textlich erwartet einen nichts wirklich Neues. Jedoch haben mich das Gitarrensolo (wie schon in Schrei nicht) und ein paar schöne Spielereien mit den Soundreglern abgeholt. Ein schönes Stück das zwischenzeitlich sehr melodisch wird. Der Namensgebende Track "Seelenfresser" geht wieder auf die Metaller ein, jedenfalls Größtenteils. Zwischendurch ein paar elektronische Klänge die gut in einen Alptraum passen könnten, und fertig ist ein ansprechendes Stück bei dem die Lyrics nun nicht so überzeugen. Recht abwechslungsreich und experimentell zeigt sich Allein. Zu der doch schweren Gitarre gesellen sich massenhaft verschiedenste Sounds die von unheimlich bis teils fröhlichen Melodien alles abdecken. Aber eine über 30 sekündige Stille am Ende hätte nicht sein müssen, oder kann es sein das siech hier ein kleines "Easteregg" versteckt wenn man selbst etwas mit dem Sound spielt oder ist es nur ein Stilmittel zum Ende des Songs gewesen? "Alles endet hier" ist nichts für mich. Musikalisch gut, jedoch für mich persönlich ein etwas nerviger Sing Sang. Ein Remix von Seelenfresser der es in sich hat ist Nummer neun. Sehr elektronisch gehalten geht das Stück gut nach vorn wenn man die Boxen aufdreht! Geiles Stück! Da hier ein anderer Musiker ein Remix fertigen durfte, lassen es sich Taina bei Savior Self nicht nehmen ebenfalls eins zu produzieren. Geehrt wird hier DevilM.

Im Großen und Ganzen denke ich das Taina bei einer großen Menge an Leuten punkten kann. Viele Musikstile und Experimente machen die Musik und das Album abwechslungsreich und interessant. Von Metallern, über Anhänger von der NDH und Gothics wird sich eine Schnittmenge bilden auf genau die diese Musik zugeschnitten ist. Textlich könnte man noch etwas zulegen, aber ein solider Grundstein ist gelegt.

Tracklist:

01. Schrei nicht
02. Pseudogott
03. Teil von mir
04. Folge mir
05. Perfekte Dunkelheit
06. Seelenfresser
07. Allein
08. Alles endet hier
09. Seelenfresser (Zardonic Remix)
10. Devil M Savior Self

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