Review

STRIKER - Striker29.01.2017

STRIKER - Striker

STRIKER - Striker

verfasst von Kalle

Als ich Striker das erste Mal zu hören bekam und die Band kurz darauf Live erleben durfte, waren es noch blutjunge Kanadier, die in Deutschland versuchten Fuß zu fassen. Mittlerweile steht das fünfte Album an und die Band hat ein eigenes Label gegründet. Sie könnten sich als einer der wichtigsten Exportbands aus Kanada entwickeln, müssten dafür allerdings u.a. an Anvil vorbei. Das dürfte bei der Geschichte von Anvil etwas schwierig werden. Dennoch spielen sich Striker seit Jahren in die Ohren und Augen der Fans. Zahlreiche Konzerte in Europa und begeisterte Fans zeugen von einer erfolgreichen Laufbahn. Das nun selbstbetitelte Album soll weiter dazu beitragen.

Und die zehn neuen Tracks wissen genau, wo sie hin wollen. Direkt in die Trommelfelle und garantiert nicht wieder hinaus. Die Songs setzen sich von Beginn an fest, strotzen sie doch nur so von Metal. Erwartet jetzt aber keine Klischeepredigt, sondern feinsten Hochgenuss. Die vier Mannen bringen mit klangvollen Namen "Former Glory", "Born To Lose", "Rock The Night" oder "Freedom´s Call" ein paar Hymnen auf die Bretter, die vor Leidenschaft strotzen. Sänger Dan Cleary nutzt ein paar kleine Effekte um seine Stimme noch etwas mehr in Szene zu setzen. Dafür sind die Gitarrenriffs klar und auf den Punkt, wie auch die Bassspur, die gut zu vernehmen ist. Die Produktion des Albums ist aller erste Sahne. Man gönnt sich mit "Cheating Death" sogar ein kleines Intro vor "Shadows In The Light". In ihrer Albumbeschreibung heißt es: "Full Speed Or No Speed". Dem kann man wirklich nur zustimmen, das Album hält konstant das Tempo und Headbanger, wie auch Luftgitarristen werden hier mehr als auf ihre Kosten kommen. Einziges Manko könnte sein, das die Stimme auf Dauer zu eintönig in der Klangart ist. Das ist aber Geschmackssache.

Einer meiner Anspieltipps ist aufgrund des Gitarrensolos, gespielt von Tim Brown, auf jeden Fall "Curse Of The Dead". Hier toben sie sich eigentlich alle aus, allen voran Drummer Adam Brown, der hier so richtig auf die Fälle prügelt. Absolutes Highlight der Platte ist aber für mich gar kein Song, sondern das grandios gezeichnete Cover. Wer auch immer hier den Bleistift in der Hand hatte, versteht was von seinem Handwerk. So tolle Schattierungen und zahlreiche Details sieht man nur selten auf Albencovern, die in dieser Art daher kommen. Striker besinnen sich somit auf die guten alten Wurzeln. Das lässt sich für die Platte ebenfalls sagen. Es ist schnörkelloser Metal, der direkt ins Blut geht und man merkt die Wurzeln der Jungs. Ein Mix aus guten altem Glam Rock und ein wenig NWOBHM. Das zusammen ergibt den Sound von Striker die mit ihrem fünften Album definitiv geile Arbeit geliefert haben.

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