Review

STORM SEEKER - Pirate Scum02.06.2016

STORM SEEKER - Pirate Scum

STORM SEEKER - Pirate Scum

verfasst von Kalle

Ich hatte vor einiger Zeit bereits eine Band, die sich dem Sound der Piraten etwas angenommen hat und dabei kläglich versagte. Jetzt kommt mit Storm Seeker erneut eine Band auf meinen Tisch und in mein Gehör, welche ebenfalls sich dem Thema der Piraten angenommen hat. Dieses Mal ist es aber so, dass diese Truppe aus Neuss ihre Hausaufgaben gemacht hat und der Sound wirklich nach Piraten und Seefahrt klingt. Natürlich darf der Gitarrensound nicht fehlen, denn ihr Genre nennen die Sechs klassisch Pirate Folk Metal. Und das die Platte "Pirate Scum" nur sechs Lieder hat, das ist aus meiner Sicht sehr schade, denn schon von Beginn an hat man einfach das Gefühl dabei zu sein. Setzt die Segel und ab geht die Fahrt.

"Destined Course" ist ein cooler Opener, denn wie im Song beschrieben, wird der Kurs gesetzt und man in die Materie des Pirate Folk Metal geführt. Satte Riffs, tolle Melodien und Klänge, so das man sich wirklich wie in einer Tarverne mit Piraten und Seefahrern fühlt. Passend dazu hat Sänger und Bassist Timo eine gute tiefe Stimmlage und singt wie ein Seebär mit Holzbein und Augenklappe. Das die Band als Einheit wunderbar funktioniert spührt man im zweiten Song "Side By Side". Es stimmt einfach jede Note, die da aus den Boxen kommt. Und es sind ja nicht wenige Instrumente in der Band. Man hat ein Hurdy Gurdy, ein Cello, Keyboard, Gitarre, Schlagzeug und noch einige kleine Überraschungen mehr in die Songs gepackt. Ein weiteres Lob gibt es für den Inhalt der Songs. Der dritte Track ausnahmseise kein Getränk mit dem Namen "Jack", sondern den Matrosen Jack. Das ist sicher ein beliebter Name früher gewesen, wie man ja anhand von Fluch der Karibik weis, wo es einen gewissen Jack Sparrow gab. Auch der hatte sicher ein wenig Sehnsucht auf der hohen See und so passt der vierte Song "The Longing" auch zum Thema der Seefahrt.

Ich mag die Platte absolut und das gerade wegen solch schönen Liedern wie "Chop The Head Off". Der überrascht nämlich mit einem kleinen musikalischem Zwischenspiel und hat absoluten Mitgröhlfaktor. Und dann kommt leider auch schon der letzte Song "Sail With Us", der einen noch einmal so richtig mit in die Materie nimmt und eigentlich schon auffordert, mit dabei zu sein. Ich hätte jetzt auch voll Bock auf so eine richtig schöne Piratenfete, so mit Humpen heben und schunkeln und einfach geile Klänge. Wobei... die Klänge liefern ja schon Storm Seeker mit ihrer EP, die halt leider schon vorbei ist. Liebe Band... mehr davon und gerne so bleiben... das ist so cool gemacht und geht sofort ins Blut über... also Hut ab und geniale Platte!! Ihr dürft die Planke in Richtung Schiff wieder verlassen :D

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