Review

STONEMAN - Geil und elektrisch10.08.2018

STONEMAN - Geil und elektrisch

STONEMAN - Geil Und Elektrisch

verfasst von Janin T.


Pünktlich zum Jahresbeginn 2018 ließ die Schweizer Formation auf ihrer Homepage verlauten, dass sie im September im Rahmen ihrer Headliner-Deutschlandtour in zehn Großstädten, u.a. Berlin und Hamburg, Konzerte geben wird. Mit im Gepäck der Vier wird auf jeden Fall das neue und inzwischen sechste Album "Geil und Elektrisch" sein, welches nach den letzten beiden Scheiben, nämlich "Goldmarie" (2014) und "Steine" (2016), erneut komplett in deutscher Sprache aufgenommen wurde.

In gewohnt brachialer Maniefackeln Sänger MikkiChixx, Drummer Rico H, Bassist Dee und Gitarrist Ypsilon nicht lange und eröffnen das Album mit dem Track "Dein General". Schnell nimmt die Platte Fahrt auf und reißt seine Zuhörer von der ersten Sekunde an mit: Melodisch, doch kaum weniger gewaltig als der Einstieg geht es mit dem Titel ?Niemandsland? weiter. Der zweistimmige Gesang im Refrain verleitet durchaus zum ersten Ohrwurm.

Nummer Drei erinnert sowohl in musikalischer als gesanglicher Hinsicht einmal mehr an die deutschen Kollegen von Rammstein, steht diesen meiner Meinung nach aber in nichts nach. Dieser Eindruck hält auch während des nächsten Songs mit dem Titel "Tiefschwarz" an: Chixx säuselt den Text zunächst ins Ohr der Zuhörer, um ihn dann im Refrain mit Unterstützung eines Keyboards zu schmettern.

"Tanzmusik" hält, was der Name verspricht: Laut aufgedreht zuckt dazu noch jedes Bein im Takt, wenn es heißt "Alle müssen tanzen, ob sie wollen oder nicht". Unter unverkennbar elektrischem Einfluss steht der namensgebende Titel des Albums, "Geil und elektrisch", welcher zugleich die Halbzeit einläutet. Fans des gepflegten Headbangens kommen bei "Fass mich nicht an" voll und ganz auf ihre Kosten. "Alles Gute" wird unschuldig mit Keyboard-Klängen eingeleitet, um dann (zumindest textlich gesehen) voll auf die Fresse zu geben. Ganz im Gegenteil dazu beginnt "Für immer" mit einem Krachen und lässt auch während der folgenden knapp drei Minuten nicht locker. Den krönenden Abschluss liefern Stoneman mit dem hymnisch anmutenden Lied "Worte". Wernach diesen zehn regulären Tracks noch nicht an feinster Dark Rock-Kost gesättigt ist, der darf sich über Dessert in Form von Elektro Edits der beiden Titel "Dein General" und "Geil und elektrisch" freuen, mit dem das Album schließlich sein (viel zu frühes) Ende findet, wenn es nach meinen Ohren geht.

Alles in allem lässt sich über ?Geil und elektrisch? vor allem Eines sagen: Der Titel des Albums ist Programm und lässt die Herzen der Fans ganz sicher höherschlagen! Mich hat das sechste Werk der Schweizer durchaus überzeugt und ich werde nicht umhinkommen, mir ein Ticket für das Berliner Konzert zu besorgen.


Tracklist:

01. Dein General
02. Niemandsland
03. Fremd
04. Tiefschwarz
05. Tanzmusik
06. Geil und elektrisch
07. Fass mich nicht an
08. Alles Gute
09. Für immer
10. Worte
11. Dein General (Elektro Edit)
12. Geil und elektrisch (Elektro Edit)

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