Review

STEELMADE - Love Or A Lie02.06.2016

STEELMADE - Love Or A Lie

STEELMADE - Love Or A Lie

verfasst von Kalle


Das hatte ich bisher auch noch nie, das ich ein Album gehört habe und erst der letzte Track mir so wirklich zugesagt hat. Steelmade haben das jetzt auf ihrem neuen Werk aber tatsächlich geschafft. Woran liegt das... nun das könnte folgende Gründe haben: Zum einen beschreibt sich die Band im Genre als Rock und Metal Band. Auf dem Album sind auch ein paar interessante Riffs und Melodien aus dem Metal mit dabei, doch es fehlt gänzlich am Tempo. Ein weiterer Grund könnte der sehr monotone Gesang sein, der so ein wenig an Brian Molko erinnert. Dieser ist bekanntlich Sänger bei Placebo und seine Stimme ist für die Band das Markenzeichen. Bei Steelmade kommt der Gesang von Jadro. Die Stimme ist wirklich mal etwas anders, aber die ganze Platte mit der Tonlage, das ist schon heftig.

Der Platte fehlt ein wenig die Abwechslung. Oft hatte ich das Gefühl, die Riffs sind gleich und es werden nur wenige Akkorde gegriffen. Der Schlagzeuger schien mir auch ein wenig gelangweilt, denn auch hier setzt man nicht auf viel Variationen sondern bedient sich klassischen Schlagzeugabfolgen. Es wirkt halt irgendwie austauschbar. Positiv möchte ich aber erwähnen, das man eine gute Abmischung auf dem Album hinbekommen hat. Die Bassspur ist gut zu vernehmen, die Mischung stimmt, nur fügt sich das aus meiner Sicht alles nicht so gut mit der Stimme zusammen.

So und dann kommt irgendwann der letzte Song. Es ist der insgesamt elfte Track und nennt sich "Edda". Warum gefällt der mir so besonders? Nun... er hat nur am Anfang eine kleine und sehr sanfte Gesangsspur und ist sonst ein Instrumentalsong, mit einem fantastischem Gitarrensolo und einer tollen Melodie. Da steckt wirklich Abwechslung hinter und lässt meine Lauscher groß werden. Warum hat man diese Vielfalt nicht schon vorher in die Songs gebracht? Ist die Stimme wirklich so ablenkend von der Musik? Ich kann es mir leider nicht unbedingt erklären, weil da steckt was in den Schweizern drin, was aber meine Ohren nicht erkennen wollen. Vielleicht ticken die Schweizer einfach ein wenig anders oder vielleicht auch manchmal zu genau. Das Album wird Liebhaber finden und ist kein totaler Reinfall. Sie überzeugt mich einfach nur nicht, weil viele Songs vom Rhythmus und dem Gesang einfach zu austauschbar und gleich klingen. Mehr Mut zur Kreativität. Und dann gerne auch etwas mehr Tempo in die Tracks, damit das mit dem Steel und der damit verbundenen Assotioation der gewissen Härte und Kraft auch hinkommt.


TRACKLIST


01 - Even Gods Have Enemies
02 - Stay
03 - Revolution
04 - Without
05 - Desire and Love
06 - Silent Cries
07 - We Are Bizarre
08 - Sweet Lady
09 - Love Or A Lie
10 - Killing Me
11 - Edda

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