Review

ST. ELMOS FIRE - Evil Never Sleeps10.06.2018

ST. ELMOS FIRE - Evil Never Sleeps

ST. ELMOS FIRE - Evil Never Sleeps

verfasst von Louisa

25 Jahre sind seit ihrem letzten Album vergangen, von einigen Re-Realeases 2015 abgesehen - jetzt melden sich die Kult-Metaller St. Elmos Fire mit "Evil Never Sleeps" zurück. In digitaler Form wurde das Album in Amerika bereits 2017 veröffentlicht, das es nun weltweit auf Platte und um die alternativen Versionen einiger Albumtracks aufgestockt gibt.

Nachdem der Start mit "We Will Not Die", das mit einer Radioansage beginnt und auf dem die Stimme von Neu-Sänger Brady seltsam dünn klingt, eher holprig gelingt, grooven die Kalifornier sich langsam ein. Auffälliger Weise und bei Oldschool Rock ja auch nicht ungewöhnlich, legen St. Elmos Fire viel Wert auf gute Gitarrenarbeit, die sich auch durchaus sehen bzw. hören lässt.

Die Altrocker verlassen sich viel auf klassische Rockelemente wie höhere Aaaahs und Oooohs in "Soultaker" oder stellenweisen hohen, intensiveren Gesang bei "I Begin" - moderne Elemente sucht man auf "Evil Never Sleeps" auf jeden Fall vergeblich. Außerdem ist auffällig, wie wahnsinnig oft der jeweilige Titelname in den einzelnen Songs wiederholt wird, vor allem auch bei "Betrayer". Dadurch ist der Song aber zum Glück nicht weniger catchy, es muss nur ein bisschen weniger Text zum Mitsingen auswendig gelernt werden.

Schade ist allerdings, dass die Bonustracks "nur" alternative Versionen von sowieso schon auf dem Album vorhandenen Songs sind, auf denen beim ersten Durchhören kein wesentlicher Unterschied zu den Albumversionen festzustellen ist. Über einige zusätzliche Songs oder einfach ein etwas kürzeres Album ohne halbherzige Bonustracks würden die Fans sich sicherlich genauso freuen.

Mit "Evil Never Sleeps" ist den Kaliforniern das Come-Back recht eingängig gelungen, wirklich neu ist an der Musik aber nichts. Viele Fans werden sich bestimmt über Musik aus den alten Tagen freuen, für eine jüngere Zielgruppe, die gerne modernere und experimentierfreudigere Musik hört, ist das Album aber wohl eher nichts.

Tracklist:

01. We Will Not Die
02. Rise
03. Betrayer
04. Lord Of Thunder
05. I Begin
06. Evil Never Sleeps - Doomsday
07. Soultaker
08. Across The Nations
09. Asleep In The Never
10. Hammer
11. Unslaved
12. Wasted
13. Evil Never Sleeps - Doomsday (alt Version, Bonustrack)
14. Betrayer (alt Version, Bonustrack)
15. Wasted (alt Version, Bonustrack)


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