Review

SPELL - For None And All02.06.2016

SPELL - For None And All

SPELL - For None And All

verfasst von Kalle

Ist Woodstock nicht schon vorbei? Was kommt denn hier bitte aus meinen Boxen. Das klingt mal so derbst abgefahren, das ich ein paar Läufe brauchte, um auch nur im Ansatz mit der Musik etwas anfangen zu können. Drei schmale Hanseln aus Kanada spielen einen Sound, der klingt, als wäre man auf einen ganz außergewöhnlichen Tripp, der aber sicher Nichts mit Ausflügen zu tun hat. Passenderweise nennen sie ihren Sound wirklich "Hypnotizing Heavy Metal", wobei ich das Heavy aus dem Genre, zusammen mit dem Metal streichen würde. Es ist doch eher Rock. Metal sind zwar einige der Riffs, doch so ganz genau kann man da keine Grenze ziehen. Es ist in jedem Fall sehr merkwürdig und speziell.

Und das ist genau der Punkt, wo das Album mein Interesse geweckt hat. So etwas hört man eben nicht alle Tage und es ist wirklicht etwas hypnotisierend. Ob es mich jetzt in den Bann gezogen hat? Die Platte hat es nach dem ersten Antesten auf alle Fäll geschafft, das ich weiter gehört habe und nicht gleich zur nächsten Platte gewechselt bin. Sie hat es auch geschafft, das ich sie mir noch einige Male danach angehört habe. Wenn man das Album so nebenbei hört, den Abwasch macht, Wäsche zusammen legt oder andere Dinge am PC macht, dann verfliegt die Zeit ganz schön schnell. Die zehn Songs könnten fast ein ganzer Track sein, weil sie ineinander übergehen. Also nicht wirklich, aber es klingt fast so, denn die Pausen zwischen den Tracks nimmt man nicht wirklich war und die Aufmachung kommt einem fast gleich vor. Aber eben nur fast, denn hört man dann doch mal spezieller hin, dann merkt man die feinen Unterschiede in den Songs. Und umso öfter ich die CD rotieren lassen, umso interessanter finde ich den Sound. Es ist halt kein Metal, sondern wirklich mehr so in die Psychodelic und athmosphärische Ecke abdriftend.

Man kann jetzt nicht wirklich über das Album klagen, denn diese Kreativität dahinter fetzt ungemein. Selbst diese doch sehr speziell verzerrten Gitarrenklänge wissen echt zu gefallen, wenn man sich erst einmal darauf einlässt. Schaut man sich jetzt aber die Jungs auf dem Promofoto dazu an, dann würde man denken, man ist im falschen Film. Aber das überlasse ich euch jetzt selbst. Ich lass mich jetzt noch etwas weiter berieseln von den sehr interessanten Klängen von Spell. Und ab geht es auf einen Regenbogen... *hui*

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