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SKÁLMÖLD - Vögguvísur Yggdrasils20.09.2016

SKÁLMÖLD - Vögguvísur Yggdrasils

SKÁLMÖLD - Vögguvísur Yggdrasils

verfasst von Kalle

Was können die Isländer, außer die halbe Welt ihren Schlachtruf beim Fußball nachmachen lassen? Ganz genau... sie können richtig gute Musik machen. Bestes Beispiel dafür sind natürlich Skálmöld aus Reykjavik. Sechs Männer von einer Gesamtbevölkerung von etwas mehr als 300.000, die so richt schön Krach machen können. Warum auch nicht, die haben doch viel Platz auf ihrer Insel und kein Nachbarland wird gestört. Kein Wunder also, warum die Isländer sich dem Viking Folk Metal verschrieben haben. Es liegt ihnen praktisch im Blut und das spührt man.

Macht eure Boxen bitte vorher sauber, stellt die Hörner auf den Tisch und den Met daneben, denn was ihr jetzt zu hören bekommt, das ist pure Kraft. Man versteht vielleicht nicht viele Worte, da sie nicht unbedingt auf Englisch singen, dennoch kann man, wenn man die Geschichte der Band kennt, erahnen, was die Themen sein könnten. Zum Einen geht es natürlich viel um die Geschichte des Landes, der Wikinger, aber auch um Traditionen. So ist es nicht verwunderlich, das sich einige Folkeinflüsse in den metallischen Klängen wiederfinden. Headbangen ist bei den Rhythmen übrigens Pflicht! Den Takt dafür geben euch Tracks wie "Niflheimur", "Midgardur", "Utgardur" oder "Asgardur".

Ist euch was aufgefallen? Die Songs enden alle auf "ur". Lediglich der Opener "Muspell und der dritte Track "Nidavellir" enden anders. Was das für eine Bewandnis hat, müsste mir die Band demnächst mal erklären. Sieht aber immerhin stark aus. Wer jetzt aber mehr als nur headbangen und so richtig mal die Sau raus lassen will, der sollte sich "Helheimur" in Dauerschleife legen. Hier drehen die Isländer richtig auf und vor allem ab. Starkes Tempo, dazu einfach nur Screams, die soviel Energie haben, das ein ganzes Festival davon 10 Jahre tanken kann. Wo nehmen die halben Portionen das nur her? Schaut man sich nämlich das Bandfoto an, so glaubt man nicht, das hier solch Klängeaus den Herren kommen. Man würde eventuell zwei Personen in der Band diese Musik zutrauen. Musik, die einfach nur ein Brett ist. Fett und episch produziert, dazu sehr vielseitig im Tempo, mit krachenden Drums, schmetternden Riffs... ein Feuerwerk aus puer Energie, gemischt mit der einzigartigen Stimme, die man in diesem Genre selten hört... ein Hörgenuss, den sich der geneigte Mettrinker nicht entgehen lassen sollte. Starkes Album. Ahuuu!!!

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