Review

SKALMÖLD - Sorgir30.09.2018

SKALMÖLD - Sorgir

SKALMÖLD - Sorgir

verfasst von Kalle

Das die Isländer mehr als nur "Whuu" beim Fußball können, sollte jedem Fan der Metalmusik klar sein. Beste Vertreter aus dem hohen Norden sind u.a. Skalmöld. Die Isländer Jungs kommen jetzt mit dem neuen Album "Sorgir" um die Ecke. Feinster Viking-Metal, den wir hier wieder geboten bekommen.

Ungefähr 99,9 Prozent von uns werden sicher kaum ein Wort auf dem Album verstehen, denn es erneut in isländisch gesungen. Das macht aber nix, denn es kommt bei den Songs so viel rüber, das man die Texte kaum braucht. Die Melodien und Co. reichen schon, um einfach den Kopf zu nicken oder sich mit Met vollzuhauen.

"Ljosid" (Licht) ist der Opener und zeigt gleich mal, wo die Wikingeraxt hängt. Satte Riffs, ne tolle vernehmbare Bassspur und schöne Chöre geleiten euch durch den ersten Track. "Sverdid" (Schwert) ist gleich ein wenig rauher, aber nicht weniger melodiös. Man merkt hier in den Songs immer wieder um was es geht, anhand wie der Song klingt. Schwerter sind hart und können verletzten, hingegen das Licht eher klarer und sanfter ist. Skalmöld schaffen somit ein tolles Hörgefühl, eben auch ohne das man die Texte zu 100 Prozent versteht.

Wer jetzt auf dem Album das gewisse Tempo vermisst, der wird sich auf "Brunin" (Braun) freuen dürfen. Der Song startet schon mit gutem Tempo und hält dieses auch bis zum Ende. Mit ordentlich Power geht es dann in den Track "Barnid" (Baby). In der Einleitung kommen Headbanger und Riffgewitterfreunde sehr auf ihre Kosten. Der Track selbst ist im guten Midtempo angesiedelt und überrascht in der Mitte mit ein paar zweistimmigen Parts. Die düsteren Gitarrenmelodien tragen dann zum kompletten Genuss im letzten Drittel bei, bevor es zu einem interessanten und nicht zu erwartenden Gitarrensolo kommt.

"Skotta" (schaufeln) haut in der Mitte richtig gut rein. Da feuern Skalmöld wirklich aus allen Rohren. Gefällt mir absolut, weil es eben nicht so ein Einheitsbrei ist. Der, wenn ich das richtig vernehme, Dudelsack im Hintergrund - nur ganz leicht zu hören, gibt dem Sound eine ganz interessante Richtung. "Gangari" (Gangs) ist ein überwiegend instrumentaler Track, wo nur in der Mitte mal ein Chor auftaucht und ein paar Zeilen singt. Sehr coole Kombination und ein interessanter Songaufbau. Das führt sich dann In "Mori" (keine Übersetzung gefunden) weiter. Der startet mit düsteren und sehr treibenden Klängen, geht dann in einen deftigen Gesang über und dann plötzlich hört man sanfte weibliche Stimmen. Aber lasst euch nicht zusehr in die Ruhe betten... denn das letzte Drittel ist ein Hallo-Wach Moment. Da scheppert es noch einmal richtig.

"Mara" (keine Übersetzung gefunden) bildet dann mit über acht Minuten den Abschluss der Platte. Und da ist alles noch einmal aufgeboten, was die Isländer ausmacht. Den Track müsst ihr genießen! Skalmöld haben es wieder einmal geschafft und entführen uns mit ihrer Musik und ihrem Gesang in eine andere Welt. Mal die kompletten Haudrauf-Typen und mal die sehr zarten Männer aus dem rauen hohem Norden. Die Platte spiegelt einfach alles irgendwo wieder und das macht sie so gut. Mir gefällt die Platte und ich bin gespannt, ob ich demnächst noch weitere Übersetzungen hinbekomme. Auf alle Fälle von mir klarer Daumen nach Oben!


Tracklist:

01. Ljosid
02. Sverdid
03. Brunin
04. Barnid
05. Skotta
06. Gangari
07. Mori
08. Mara

Alle CD Reviews

Treffer 1 bis 200 von 1271