Review

SIPARIO - Eclipse of Sorrow12.06.2016

SIPARIO - Eclipse of Sorrow

SIPARIO - Eclipse of Sorrow

verfasst von Kalle

Was ist neben der Musik und dem Essen noch so bekannt in Italien? Ich meine jetzt nicht die Mafia, sondern die ausgezeichneten Theaterstücke und Opern, die aus diesem Land hervorgekommen sind. Und wenn eine Band euch jetzt einlädt und euch in ihrem Theater Willkommen heißt, was habt ihr dann für Erwartungen? Ich gebe euch noch ein paar weitere Begriffe zu der Band und bin dann auf eure Erwartung gespannt. Da wären noch das Genre: Power Metal, Sängerin: Mæg Raheena, die Besetzung: offiziell drei Leute. So... jetzt möchte ich gerne mal eure Gedanken lesen können und wissen, was ihr für Vorstellungen habt, wie Sipario klingen könnten.

Ich habe es da jetzt etwas einfacher, denn mir liegt "Eclipse Of Sorrow" vor. Es ist das zweite Album der Italiener, die damit ein Konzeptalbum auf dne Markt gebracht haben. Es finden sich insgesamt 13 Songs auf der Platte, wobei Intro und Outro mit eingerechnet sind. Wer jetzt eine große Opern-Power-Metal Platte erwartet, der kann gleich abschalten, denn Sipario bringen bodenständige Töne in eure Ohren und man könnte sie ein wenig wie Leaves Eyes oder Epica beschreiben, wobei Sängerin Mæg keine voluminöse Stimme hat. Sie singt sehr klar und wird unterstützt und ergänzt von ein paar ordentlichen Growls durch Bandgründer Daniele Tari, der auch für das Keyboard und Piano zuständig ist. Dies ist eins der wichtigen Instrumente auf dem Album, da es sehr dominant ist und viele Stücke mit tollen Untermalungen einen ganz besonderen Klang gibt. Gerade bei ruhigen Passagen und der sehr starken Ballade "Dawn Of Silence" sorgen diese sanften Töne für Gänsehaut. Die Platte bietet gute Powerparts und kann hier und da mächtig abgehen.

Sie ist allerdings aber auch kein Überflieger, dennoch sehr interessant zu hören, gerade, weil eben keine großen Opernstimmen oder Stimmen wie z.B. bei Rhapsody oder ähnlichen Bands aus Italien vorkommen. Man hat hier schon ein wenig seine eigene Niesche gefunden, womit man die Fans überzeugen mag. Mit Songs wie "Revolution", welcher sehr abwechslungsreich ist und ein Hauch von japanischem Touch in sich trägt, oder dem sehr starken "Icarus Symphony", der durch tolle Melodien und Harmonien überzeugt, wissen Sipario euch auf dem Album zu unterhalten und zu binden. Eine tolle Platte, die gerne öfters im Player rotieren darf. Und ich sagte ja, die Band besteht aus offiziell drei Mitgliedern: Gesang und Keyboards hatten wir bereits. Valerio Specchio übernimmt im Line Up die Gitarre. Ansonsten haben sie für die Aufnahmen sich immer einige Gäste dazu geholt. An den Drums sitzt u.a. Domenico Sibillo und am Bass Sando Iovanella. Lasst euch von den ganz interessanten Klängen selbst überzeugen und zieht euch "Eclipse Of Sorrow" mal rein.


Tracklist:

01. Echoes of Eternity
02. Ante Lucem
03. Carnage
04. Revolution
05. Celestial Karma
06. Desolation
07. Guardians of Eden Part I ? The Purge
08. Guardians of Eden Part II ? Dandelion's Night
09. Guardians of Eden Part III ? Icarus' Symphony
10. Insurgency
11. Dawn of Silence
12. Eclipse
13. A New Day...

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