Review

SILVERBONES - Wild Waves05.06.2016

SILVERBONES - Wild Waves

SILVERBONES - Wild Waves

verfasst von Kalle


Ich scheine aktuell sehr viele mit Italienern verbunden zu sein, denn erneut liegt mir eine Platte aus dem Land vor. Und die vier Mannen von Silverbones haben sich einem Thema verschrieben, wo ich bei einem anderen Review noch meinte, es sei sehr selten. Es geht um Piraten und das weitläufige Thema drum herum. Jetzt habe ich mir das Bandfoto angeschaut und dachte im ersten Moment, da sind wirklich wilde Gesellen zu ersehen. Dabei haben die Herren einfach nur Heavy Outfits an. Einer der Jungs erinnert gar ein wenig an einen Musiker von Iron Maiden. Optisch auf jeden Fall schon einmal eine glatte Eins und jetzt muss nur noch die Musik stimmen.

Neun Songs verbergen sich hinter den wilden Wellen und sie kommen mit netten Namen wie "Royal Tyrants", "The Undead" oder "Black Bart" daher. Doch was steckt drin? Im Intro "Cry Of Freedom" und dem darauf folgendem Titelsong "Wild Waves" erinnerte mich der Sound doch sehr stark an Running Wild. Das ist sogar beabsichtigt, denn in ihrer kurzen Biografie schreiben sie, das Einflüsse aus dem 80er Metal Sound vorhanden sind. Also ist die Ähnlichkeit zu den Vorreitern des Piratenmetals keine Besonderheit, sondern gar gewollt. Aber auch Sounds wie von Judas Priest oder Grave Digger sollen zu finden sein. Dem kann ich ebenfalls zustimmen, denn manch Gitarrenriff und Songaufbau kommt einigen bekannten Hits sehr ähnlich. Die Platte ist schön knackig und gerade dieser 80er Jahre Metaltouch kommt sehr gut rüber. Ein wenig vermisse ich aber den rauchigen und kräftigen Gesang, wie ein Kapitän ihn hätte. Musikalisch ist dieses Album aber ein absoluter Genuss. Man hält das Tempo gut hoch, bringt viele tolle Melodien ein und überzeugt mit sehr gut abgestimmten Gitarrensolos.  

Ich habe mich beim ersten Durchhören schon mit guten Headbangbewegungen erwischt, was immer ein gutes Zeichen für ein Album ist. Der Song "Raiders Of The New World" hat mich stark an Iron Maiden erinnert und für große Begeisterung bei mir gesorgt. Highlight der Platte ist aber mit großem Abstand "Black Bart. Der Song ist mit fast acht Minuten der Längste auf der Platte und hat den größten Instrumentalanteil. Hier spührt ihr noch einmal diese schnörkellose Direktheit der Riffs und Melodien, das hier einfach purer Metal eingesetzt wurde, ohne große Effekte oder Eingriffe von anderen Instrumenten. Jungs... das habt ihr echt fett gemacht. Die Platte ist jedem traditionellem Heavy Metal Liebhaber zu empfehlen. Italien kann nicht nur große epische Produktionen, sie können eben auch direkt und schlicht und einfach direkt auf die Trommelfelle donnern. Bitte mehr davon!

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