Review

SIGN OF THE JACKAL - Breaking the Spell17.06.2018

SIGN OF THE JACKAL - Breaking the Spell

SIGN OF THE JACKAL - Breaking the Spell

verfasst von Tim


"Früher war alles besser." Dieser Message sind nicht nur Saltatio Mortis vor einigen wenigen Jahren in Form eines Stückes gefolgt. Mehrere andere Bands aus dem Rock- und Metal-Bereich haben in den letzten Jahren klassisch-klingende Stücke nach diesen musikalischen Arten kreiert und auf die Menschheit losgelassen. Oftmals mit positiven Resonanzen von der Seite der Hörerschaft. Auch heute noch gibt es Bands, die auf den "Gral des klassischen, musikalischen Charmes" schwören. Als Beispiel genannt sein "Sign Of The Jackal" mit ihrer neuesten, düsteren Ausgeburt namens "Breaking The Spell". Naja, zugegeben: vollkommen düster klingt dieses Werk nicht. Aber bei einigen Stücken könnt ihr ruhigen Gewissens bei zartem Kerzenschein und abgedunkeltem Wohnbereich mal das ein oder andere Ohr riskieren, um euren Rückenschauer zu begünstigen oder euch immerhin auf musikalisch gut-klingende Momente einzulassen.

Das fängt schon ab den ersten Sekunden mit dem Intro "Reagan" an: eine zu anfangs gruselig-klingende Kirchenorgel dringt in unsere Gehörgänge und wird passend hinübergleitend vom doppeltem, nach Heavy Metal der 80er-klingendem E-Gittarenspiel abgelöst. Man stellt sich hier auf ein düster-klingendes Werk ein, welches Horrorstimmung erzeugen soll. Das Intro sitzt schonmal! So ganz gruselig-klingend wird es aber nach dem Intro mit den nachfolgenden Tracks erstmal nicht. Viel eher macht sich erstmal Warlock-Feeling der 80er-Jahre im Hörer breit, was zum Einen am Track "Class Of 1999" liegt: alle in diesem Stück vorhandenen Instrumente - inklusive der Vocals - harmonieren perfekt zueinander. Langweilige kommt bei diesem Stück in keiner Sekunde auf, da neben eingängigen, gut-klingenden Melodien auch noch ein Chorus auftaucht, der einfach an den Eiern packt. Identisches lässt sich vom Track "Heavy Rocker" behaupten: heroisch nach 80er-Jahre klingende, tief-gestimmte E-Gitarren und der Gesang einer selbstbewusst-klingenden Powerfrau. Auch der Chorus sowie das nach 80er-Jahre klingende E-Gitarrensolo punkten. Kopfkino in Form von Kippe im Maul, Lederjacke sowie Scheiß-Egal-Attitüde lässt ebenso grüßen.

Zweifellose Horrorstimmung im 80er-Jahre-Stil taucht aber gottlob doch noch auf - "Nightmare" verströmt das Feeling eines Albtraums im Nightmare On Elm Street-Stil. Das liegt neben dem leicht furienhaften Gesang, der textlich Elemente aus einem Horror- oder Gruselfilm enthält, auch stark an dem E-Gitarrenspiel und den Drums, die perfekt eine düstere Stimmung im klassischen, rebellischen Heavy Metal-Stil widerspiegeln. Die Düsternis setzt sich in "Terror At The Metropol" fort: ohne gesangliche Darbietung werden hier im Soundtrack-Stil markante E-Gittarenriffs, die typisch für den rebellischen 80er-Jahre-Heavy Metal sind, ausgepackt. Stellenweise fühlt man bei diesem Track zart bis mittelzart die Stilisten von Slayer aus den 80ern. Schönes Ding. Mit der Matte schütteln kann man getrost auch bei dem letzten Track "Headbangers". Dieser ist kurzweilig und bietet zu jeder Sekunde einfach und unkompliziert - und ja, auch hier im 80er-Jahre Heavy Metal-Stil - schöne Momente, die alteingesessene Hasen des Heavy Metals leise frohlocken lassen. Also, liebe Anhänger des 80er-Jahre Metals: riskiert doch mal ein (oder zwei) Ohren. Es könnte sich lohnen.


Trackliste:

01) Reagan
02) Night Curse
03) Class of 1999
04) Mark of the Beast
05) Heavy Rocker
06) Nightmare
07) Terror at the Metropol
08) Beyond the Door
09) Headbangers

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