Review

SHADYGROVE - In The Heart Of Scarlet Wood20.03.2018

SHADYGROVE - In The Heart Of Scarlet Wood

SHADYGROVE - In The Heart Of Scarlet Wood

verfasst von Kalle

Es ist erstaunlich, wie vielseitig die Musik in Italien sein kann. Mittlerweile kenne ich etliche Metalbands, die sich verschiedenen Genre angenommen haben und für enorme Abwechslung sorgen. Jetzt kommt eine weitere neue Seite aus dem Land für mich dazu. Steht ihr auf Klänge von Loreena McKennit und Blackmore's Night, Faun usw. dann werdet ihr große Freude an dem Klang von Shadygrove haben.

Die sechsköpfige Band aus Italien hat sich nämlich diesem sehr mystischen Sound verschrieben und zelebriert ihn sehr eindrucksvoll. Es wird viel auf Melodien gesetzt, man verzichtet dabei auf harte Instrumente. E-Gitarren oder krachende Drums könnt ihr lange suchen. Geige, Flöte, Bass, Percussion sind die Hauptbestandteile, wobei einige Stellen mit Keyboard unterstützt werden. Die Musik braucht auch keine lauten Töne, denn man verfällt sofort in eine andere Welt. Man schaltet ab, entspannt und lässt sich von der Musik einfach treiben.

Das habe ich zwischendurch wirklich mal gebraucht. Einfach mal in Ruhe Musik genießen und aufsaugen. Hinein in die Welt von neun Songs, die sehr abwechslungsreich sind und euch verzaubern werden. Das könnte zum Einen an der Stimme von Sängerin Lisy Stefanoni liegen. Die junge Frau hat eine glasklare Stimme und immer wieder verschiedene Einflüsse in ihrer Stimme. Mal denkt man, da kommt eine Opernstimme und dann schwenkt sie doch wieder in eine ganz andere Richtung. Das macht den Gesang ganz besonders und gefällt mir persönlich sehr gut.

Mal haben die Lieder einen sehr gutes Midtempo, andere kommen als gemütliche Ballade daher und andere widerum vereinen mehrere Geschwindigkeiten. Da wird dann mal sanft gestartet um Chorus plötzlich Kraft aufgebracht, die man so erst einmal nicht erwartet hat. Die Platte ist gut produziert, auch wenn an manch Stelle ich mir gewünscht hätte, die Stimme würden kräftiger gegenüber den Instrumenten heraus stechen. Das ist aber nörgeln auf hohem Niveau, denn im Gesamteindruck gibt es einen ganz klaren Daum nach oben von meiner Seite. Ich bin sehr begeistert von dem Album und wer auf qualitativ hochwertige Melodien und entspannende Klänge zum Abschalten steht, darf hier ohne zu zögern zugreifen. Die etwas mehr als 45 Minuten gehen wie im Fluge vorbei und man ist traurig, wenn es vorbei ist. Also... direkt wieder auf Play drücken!

Tracklist:

01. Scarlet Wood
02. My Silver Seal
03. The Port Of Lisbon
04. Eve Of Love
05. This Is The Night
06. Cydonia
07. Northern Lights
08. Let The Candle Burn
09. Queen Of Amber

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