Review

SEVENTH CALLING - Battle Call28.03.2016

SEVENTH CALLING - Battle Call

SEVENTH CALLING - Battle Call

verfasst von Kalle

Die Ami´s haben es ja gerne etwas fetter, wie wir alle wissen. Es darf von jedem immer etwas mehr sein und das schließt die Musik nicht aus. Aber was zum Henker hat Seventh Calling bitte dazu geritten, schon im Opener so die Bässe aufzudrehen? Ich habe meinen Bassregler an den Boxen auf Null gedreht und dennoch kommt mir eine Basswelle in "Perfect Silence" entgegen, die nicht normal sein kann. Entweder steht da jemand auf Good Vibrations oder ist einfach nur taub. Zum Glück ist es nur erst einmal der Opener, wo das so heftig kommt. Im Titeltrack "Battle Call" muss man sich fragen, was für eine Musik Seventh Calling eigentlich machen. Ist es Heavy Thrash oder was? Es klingt wie eine Mischung aus Overkill, neuen Metallica und noch etwas undefinierbaren. Also wirklich Hörgenuss kommt da nicht wirklich auf, weil der Sound doch sehr aggressiv ist und diese leicht verkorksten Screams so gar nicht passen wollen. Man wird das Gefühl nicht los, das sich auch ein wenig Slayer in den Sound mischen. Dies ist mir besonders in "Fight For Your Life" aufgefallen, der ebenfalls sehr aggressiv wirkt und dann so einen komischen Growlpart beinhaltet, der sich mir nicht wirklich erklären lässt.

Es hat für mich den Anschein, als wenn hier eine Band sich aus Knastbrüdern zusammengetan hat und das erste Mal an Instrumente wieder gelassen wurde. Es mag Fans für solche Klänge geben, doch mir ist das etwas zu undefiniert, was Seventh Calling hier aufbieten. Vor Allem aber ist es mir schlicht zu Basslastig. Mit längerer Spieldauer ähneln sich die Melodien der Songs, die Riffs klingen gleich und so wirklich Abwechslung sucht man vergeblich. Es ist eben nicht klar, wo die Jungs mit dem Album hinwollen. Wer auf solchen Kauderwelsch steht, der wird sicher sein Spaß damit haben, aber es ist für Kenner der Musik und Nichts für Einsteiger. Außnahmsweise mal eine weniger große Empfehlung für eine Platte... eher rate ich davon ab, sich das Werk mehr als nötig anzuhören. Nachher wisst ihr nämlich nicht mehr, was ihr da eigentlich hört und tanzt vielleicht noch euren Namen, oder noch schlimmer - euer Körper vibriert weiter, obwohl die Musik längst aus ist. Wer es wagen möchte, kann gerne mal eine Hörprobe nehmen, dreht aber vorher den Bass auf Null und nehmt jeden Booster aus euren Anlagen.


Tracklist:


Perfect Silence
Battle Call
Fate´s Hammer
B.I.H.
Fight For Your Life
Stand
Deliverance
Lost In Time
Say Your Prayers

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