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SECRET RULE - Machination05.06.2016

SECRET RULE - Machination

SECRET RULE - Machination

verfasst von Kalle

Es geht musikalisch mal wieder nach Italien, wobei die Bandmitglieder und Gastmusiker auf der zweiten Platte von Secret Rule schon internationaler sind und die Band somit mehr als europäische Musikerformation gelten könnte. Gut 1 1/2 Jahre nach ihrem ersten Werk gibt es jetzt das zweite Stück und was wird euch hier erwarten? Nun... in erster Linie ein Sammelsorium an guten Musikern aus Bands wie Delain, Sonata Arctica, Within Temptation und Serenity. Dies sind Namen, mit denen man etwas anfangen kann, auch wenn nur die Bandnamen da erst einmal stehen. Die Musiker von Secret Rule sind noch relativ unbekannt, wobei sie echt was drauf haben. Angela Di Vincenzo, ein klangvoller Name für eine Sängerin, ist nicht die typische Stimme, die man in der Bezeichnung Femele Fronted Melodic Metal erwarten würde. Es kommen keine hohen Operntöne aus ihrer Kehle, denn Angela singt eher bodenständig und passt sich mehr an die Songs an, als sie zu dominieren. Das gefällt mir sehr gut, auch wenn es etwas ungewohnt ist, denn ihre Stimme ist doch recht tief und klar.

Musikalisch bietet das zweite Album insgesamt elf Songs, die alle mit einer Länge von über mindestens 3 1/2 Minuten daher kommen. Mir gefällt besonders die Vielfalt in den Stücken. Man bleibt nicht stupide in einer Linie, sondern zieht ein gewisses Konzept durch das Album. Der Schlagzeuger kann sich hier und da mächtig austoben, die Gitarrensolos sind oft sehr gelungen und auch das Keyboard bekommt eine große Bedeutung in einigen Songs. Einzig der Bass geht hier ein wenig unter. Interessant sind auch die Ausflüge in einige Tonexperimente, die gan interessante Soundparts in die Songs bringen. Lasst euch da gerne mal ein wenig überraschen. Im Gesamten ist das Album keine Hochgeschwindigkeitsplatte und besticht eben durch diese gewisse Tiefheit und dunkleren Töne. Dennoch hat man schöne Melodien eingebaut, die zu gefallen wissen. Ob ihr jetzt die Gastmusiker wie Sander Zoer, Henrik Klingenberg oder Stefan Helleblad und Weitere findet, das überlasse euch. Ich musste schon etwas genauer hinhören, um genau zu erahnen, wo die versteckt sind. Seht das Album somit nicht nur als ein weiteres Stück Musik, sondern nutzt es gleichzeitig als Gehörschulung. Es ist perfekt dafür geeignet, denn so manch Raffinesse verbirgt sich in dem einen oder anderem Song.

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