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SCARLET AURA - Falling Sky09.10.2016

SCARLET AURA - Falling Sky

SCARLET AURA - Falling Sky

verfasst von Zonic

Es ist Herbstanfang: Es ist windig und kalt und allem voran stürzt der Himmel einen Haufen Wasser auf uns nieder. Der perfekte Tag für das mir hier vorliegende Album "Falling Sky" der rumänischen Truppe SCARLET AURA aus Bucharest. Die 2014 gegründete Formation um Sängerin Aura Danciulescu bringt ihr zweites Album heraus und damit ein Bisschen Farbe in die Melodic Metal-Szene - und in diesen Tag.


Eingeleitet wird sie Scheibe mit dem Stück "immortal in your eyes" Die Gitarre schmettert eine Wand und in Strophe und Refrain wird man mit der starken und zeitgleich scharfen Stimme der Sängerin beglückt. Eine gute Einstimmung auf den Rest des Albums.

"You´re not alone" sticht für mich damit heraus, dass man hier der Gitarre einen guten Spielraum gibt. In der Strophe erklingt  sie zunächst nicht, "singt" dann aber mit Aura. In der Bridge wird der Gesang von der Gitarre unterstützt bis sich die Gitarre im Refrain zurückzieht und Auras Stimme glänzen lässt. Ein weiteres Highlight ist das mehrstimmige Solo, das sich bis zum Ende des Songs zieht.

"My own nightmare" beginnt mit ein paar Streichern bis Drums, Bass und Gitarre die Gewitterfront musikalisch auch durch die Lautsprecher pfeffern. Die Strophe ist eher zart, aber flott. Im Refrain kommen sowohl Regen als auch Donner wieder zurück. Umrahmt von den realistischen Klängen eines Gewitters ergibt auch dieser Song eine sehr runde Nummer. Für mich einer der Lieblinge der Platte.

"Chasing white Horses" galoppiert ebenfalls flott durch das Wohnzimmer. Im Refrain besticht die messerscharfe Stimme von Aura erst Recht!

Wie es sich gehört, ist auch eine Ballade auf dem Album zu finden. "Silent Tears" nennt sich das gute Stück und beginnt zunächst mit Piano und Gesang. Es zieht sich eine gewisse Sensibilität durch den kompletten Song, auch als der Rest der Kapelle den zuerst so zarten in eine flotte Rockballade verwandelt. Ein schönes Stück; verträumt, sensibel und obwohl es vielleicht anfangs zum Weinen animiert, überhaupt nicht weinerlich.

Selbstverständlich finden sich noch einige weitere Highlights auf der Platte, jedoch wollte ich nicht sofort alles vorwegnehmen;  sondern nur ein paar Facetten aufzeigen. Der einzige Wermutstropfen, den ich hier finden kann, liegt für mich im Mix. Grundsätzlich ist er sehr gut, jedoch finde ich, dass man an einigen Stellen das "Studio-Ambiente" zu deutlich hören kann. Ob das eventuell Absicht ist, weiß ich nicht, aber es ist auf jeden Fall Geschmackssache. Musikalisch ist die Platte sehr gut durchdacht und arrangiert, was die Vielseitigkeit unterstreicht. Alles in allem eine runde Sache.

Viel Spaß beim Anhören!

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