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Romano Nervoso - I Don't Trust Anybody Who Doesn't Like Rock And Roll27.03.2018

Romano Nervoso - I Don't Trust Anybody Who Doesn't Like Rock And Roll

Romano Nervoso - I Don't Trust Anybody Who Doesn't Like Rock And Roll

verfasst von Henry E.-S.

Die wahre Liebe, die kommt unverhofft. Sie steht einfach da, überfährt dich einfach. Und du weißt ab der ersten Sekunde, dass sie es ist. Und so kam auch in mein Leben eine neue große Liebe: Gut, ihr Albenname hörte sich nach Schulenglisch aus der 5. Klasse an und ihr Name eher nach einer Funeral Doom Band. Aber die Liebe hatte mich: Romano Nervosos ist meine große Liebe des Monats. Und das nicht nur, weil einer der Sänger sich anhört wie Rob Zombie.

Nun, ich hab mich natürlich gefragt: Wie reviewe ich diese in Plattenform gepresste Liebeserklärung an die Musik? Wie beschreibt man so was? Kann man das überhaupt beschreiben? Ich mein, du wirst die Wirkung der Guernica auch erst verstehen, wenn du davor stehst. Kann ich das überhaupt so beschreiben, dass ich euch nicht den Spaß am erkunden dieser Scheibe versaue? Dann dachte ich: Hey! Du magst die Musik aus der Vietnamskriegszeit, kannst mit Elvis was anfangen und drückst gerne mal Leuten ungefragt das Gesamtwerk der Sex Pistols ins Gesicht. Also doch: Ich bin doch der Richtige um was zu I Don't Trust Anybody Who Doesn't Like Rock And Roll zu sagen (Ahhh dieser Titel geht einfach runter wie Öl).

Aber ich mach das hier mal anders. Ich sag euch jetzt einfach nur, wie es mir emotional ging beim hören von IDTAWDLRNR (dieser Albentitel ist einfach der Hammer). Die Szene beim ersten Hören war die Folgende: Ich war grad an der Warschauer Straße aus der Tram gestiegen und bewegte meine Schritte in Richtung Berufsschule. Der Weg führte über die S-Bahn-Gleise und über die Oberbaumbrücke, an den U-Bahngleisen weiter herum. Alles in allem ca. 20 Minuten Wegstrecke. Ich habe die ganze Wegstrecke über getanzt, mitgesungen und ein breites Grinsen in der Fresse gehabt! Man muss ergänzen, dass ich an diesem Tag eine Klausur geschrieben habe. Und die ganze Zeit während der Klausur meine Mitschüler mit dahin gesummten Romano Nervoso Songs genervt hab.

I Don't Trust Anybody Who Doesn't Like Rock And Roll verbreitet einfach so viel Gute Laune, wie 1000 Liter Freibier auf nem Metalkonzert. Bei JEDEM! Rock and Roll, Rockabilly und Punk at its best! Es gibt selten solche Alben. Alben die einfach da sind und nicht zu hinterfragen sind. I Don't Trust Anybody Who Doesn't Like Rock And Roll ist ein verdammtes Meisterwerk. Da muss ich nichts zu schreiben. Ich muss euch nur eine Sache sagen: ANHÖREN! SOFORT! Warum seid ihr denn noch hier? Anhören! Los Los! Weil geil! Und jetzt entschuldigt mich, ich hab.... jetzt hört euch sofort diese verdammte Platte an!

Tracklist:
01. American Dream
02. Rather kill a man
03. Televised
04. Blues is the teacher
05. Don't wanna be your toy
06. Thursday night fever (at the rockerill)
07. Sex, Drugs, Rock n Roll & Dolce Vita
08. Looking for the sun
09. In my mind (feat. B J Scott)
10. Meet the 300 Sicilians

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