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RICK SPRINGFIELD - Rocket Science06.02.2016

RICK SPRINGFIELD - Rocket Science

RICK SPRINGFIELD - Rocket Science

verfasst von Karla the Fox

Die Sonne scheint durch meine zugegebenermaßen ungeputzten Fenster. Es ist Februar aber es sind über zehn Grad da draußen. Das Leben ist gerade etwas stressig, von Prüfungsterminen, Umzug und Unsicherheiten geplagt. So richtig kommt man nie zur Ruhe und irgendwann wird es zu viel des Guten mit Zucker und Koffein. Zeit für etwas Musik. Musik wie die von Rick Springfield.

Ich habe keine Ahnung, das wie vielte Album des Solokünstlers aus den Staaten das ist und es tut auch nichts zur Sache. Seine Art von Musik ist zeitlos und kann kleine Kinder genau so dazu bringen, zum ersten mal bei einem Rock'n'Roll Sound mitzutanzen wie Jugendliche oder die ältere Generation, die dann in Erinnerungen an den Summer of Love schwelgt. Von "Light This Party Up" bis "Earth To Angel" folgt ein Feelgood-Song auf den anderen. Die Hauptrichtung fährt auf der Spur von Kid Rock, Ausflüchte gibt es nach Def Leppard (dreckigere Teile) oder Big Machine Records mit all ihren Country Stars und dem nicht wegzukriegenden Charm des alten Westens. Zu interpretieren gibt's nicht allzu viel, es geht halt um die Liebe, den Schmerz, der dabei manchmal aufkommt, aber viel mehr noch die Freude und die Sehnsucht nach dem perfekten Leben. Perfekt im Sinne von Zufriedenheit, nicht Ruhm und Reichtum. Eine kleine Exkursion stellt "All Hand On Deck" dar. Da gehts kurz mit dem Ausflugsdampfer voll lustiger Matrosen auf hohe See. Bestimmt zu romantisch und verkitscht für die Realität. Aber wer ist heute auch noch für Monate auf dem Meer unterwegs, wenn es nicht todesmutige Extremsportler sind?

Devise lautet: Rocket Science ein, Schmerz der Welt aus. Davon träumen, wo man im Sommer hinfahren oder fliegen könnte. Und davon, dass selbst in den gesellschaftlich aufgeladensten Zeiten noch einfache Freuden existieren können.

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