Review

RESURRECTION KINGS - Resurrection Kings 11.01.2016

RESURRECTION KINGS - Resurrection Kings

RESURRECTION KINGS - Resurrection Kings

verfasst von Kalle

Kann mich mal wer kneifen? Hier höre ich gerade ein Album, womit ich ehrlich gesagt beim Cover her nicht dran gedacht habe, was mich da erwarten könnte. Ein etwas toter Krieger / König steht auf einem Berg von Untoten und das vor einer epischen Wolkenformation. Was erwartet man da in erster Linie für einen Klang der Musik? Mein erster Gedanke war... hmmm feinster Melodic Power Metal. Der Zweite Gedanke war: Musik ähnlich wie Manowar klingend. Ich muss dazu sagen, ich bin nur nach dem Cover gegangen und habe noch nicht in die Beschreibung geschaut.

Erst als ich den ersten Song angespielt hatte und dazu das Cover betrachtete fiel es mir wie Schuppen von den Augen und es machte Klick. Das könnte ja in Richtung Dio gehen. Erst nach dem ersten Song hab ich die Beschreibung gelesen und dachte mir ... geil! Da lese ich glatt den Namen Graig Goldy. Kenner der Rockszene dürfte der Name ein Begriff sein, denn er ist der Gitarrist von DIO gewesen. Und ganz ehrlich... ohne jetzt übertreiben zu wollen. Packt man auf dem Album jetzt die Stimme von Ronnie James Dio dazu, dann könnte das glatt als eine solche Platte durchgehen. Nur ist hier der Sänger Chas West. Am Bass ist Sean McNabb und an den Drums sitzt Vinny Appice.

Wer auf guten klasssischen Hard Rock steht, wer Dio oder Foreigner usw. mag, der wird hier mehr als auf seine Kosten kommen. Aus einer Idee und Jamsession entstand diese Bandprojekt dieser begnadeten Musiker. Herausgekommen sind elf wunderschöne Tracks, die jeder für sich eine Platte füllen könnten, wären sie nicht so kurz. Songs wie "Livin´Out Loud" werden euch fesseln, das verspreche ich jetzt schon. Das ist pure Musik, ohne viel Effekthascherei. Man könnte die Zeit zurück drehen, vorspulen oder was auch immer - diese Songs sind zeitlos und gehen immer. Und da merkt man die Klasse der Musiker und ihre Erfahrungen, was gute Musik ausmacht. Es ist manchmal diese gewisse Melodie, das eine Riff oder die besondere Stimmlage... packt man alles zusammen, dann entstehen eben solch Granaten. "Fallin´For You" zum Beispiel besticht, als längster Track der Platte, mit einem tollen Instrumentalpart.

Das gewisse Gefühl in den Songs macht sie so besonders. Es ist Nichts zu wenig, nichts zuviel... es passt einfach. Selbst bei Songtiteln wie "Never Say Goodbye" oder "Path Of Love", wo man die großen Schnulzen erwartet, überraschen sie mit ganz anderen Klängen.

Also hier lohnt es sich definitiv reinzuhören und merkt euch... das Cover sagt nicht immer etwas über den Sound aus! Von mir eine absolute Empfehlung für alle Hard Rock Fans.   


Tracklist:

01. Distant Prayer
02. Livin´ Out Loud
03. Wash Away
04. Who Do You Run To
05.Fallin´ For You
06.Never Say Goodbye
07.Path Of Love
08.Had Enough
09.Don´t Have To Fight No More
10.Silent Wonder
11.What You Take

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