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REALMS OF ODORIC - Second Age30.12.2016

REALMS OF ODORIC - Second Age

REALMS OF ODORIC - Second Age

verfasst von Karla the Fox

Nomen est omen: Das zweite Zeitalter des Odoric beginnt. Neue Schlachten, neue Völker, neue Orte des Geschehens, an denen große Persönlichkeiten sich bekämpfen. Die Künstler, die diese Geschichten erzählen, sind der Zeichner Kris Verwimp und der Komponist und Multiinstrumentalist Arkadius Antonik. Diese beiden teilen wohl die Leidenschaft für mystische, Herr der Ringe-mäßige Epen. Sie überlegten sich die Ereignisse des Zeitalters des Odoric. Dann setzte sich Kris an seinen Schreibtisch und Illustrierte die Momente während Arkadius die passende Musik dazu schrieb. Es ist ein Soundtrack ohne Film. Einfach nur eine Geschichte, die in einem 80-seitigen Buch voller dunkler Bilder beschrieben wird und die man wunderbar parallel zur Musik lesen kann.

Ich gebe zu, ich tu mich schwer damit, alle Seiten genau anzusehen und die Ausmaße des Epos zu erfassen. Es kommt mir nicht vor, als hätten die beiden Männer etwas völlig Neues erschaffen, was die Handlung belangt. Es sind halt diese großen Schlachten und wichtigen Orte und alten Familienstämme und so weiter und so fort. Was neu ist an ihrem Projekt ist das Konzept. Ein Musiker, ein Maler, zusammen mit Sinfonieorchestern und internationalen Gastmusikern. Keine Lyrics, nur kurze Musikstücke, die wie die Geschichte immer wieder ihre Stimmung ändern. Diese Musik löst unmittelbar Gefühle aus, ob man will oder nicht. Sie tut also genau das, was ein Soundtrack tun sollte. Ich könnte mir trotzdem nicht vorstellen, dass daraus ein Film / eine Serie wird. Eben weil es schon so Sachen wie Game of Thrones gibt und gemessen an deren Kreativität und Aufwendigkeit kommt jede neue Fantasy Saga etwas lahm daher.

Auf Second Age befinden sich 18 kurze Stücke. Sie tragen peotische Namen wie "The Last Embrace", "Pyramid of Skulls", "Rogue Planet" und "Death of the Deceived One". Zu jedem einzelnen dieser Werke gibt es mehrere Momentaufnahmen im Buch, wie ein Storyboard, und ein paar Worte, die das Geschehen beschreiben. Die Musik zu hören während man es liest, ist bestimmt das, was die Künstler im Sinn hatten. Ich habe sie eher als angenehme, irgendwie inspirierende und stärkende Hintergrundmusik genutzt, zu der man auch mal seine Hausarbeiten erledigen kann. Das bleibt jedem selbst überlassen. Geschrieben und gespielt sind sie natürlich sehr stark. Auch wenn ich also kein Mittelalter-Kriegs-Nerd bin ein Like.

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