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RAVENIA - Beyond The Walls Of Death28.03.2016

RAVENIA - Beyond The Walls Of Death

RAVENIA - Beyond The Walls Of Death

verfasst von Kalle

Wer mich kennt, der dürfte wissen - ich fahre voll auf Kinosoundtracks ab, wenn sie denn gut gemacht sind. Epische Klänge, wie sie von Two Steps From Hell oder Hans Zimmer kommen, sind für mich immer ein klanglicher Genuss. Jetzt kommt aus Finnland eine Band, die einen sehr klangvollen Genrenamen erfunden hat. Ravenia bezeichnen ihre Musik nämlich als "Epic Film Score Metal". Wer jetzt etwas weiter denkt, der wird wissen - auch Nightwish haben zu einem Film den Soundtrack komplett geschrieben - "Imaginaerum" - oder auch Queen zu "Highlander". Ravenia haben keinen Film mit ihrer Musik untermalt, doch klingt ihre Musik eben genau wie ein epischer Soundtrack, nur das hier noch ein Hauch Metal dazu kommt und die Stimme vielleicht etwas das Gesamte bereichert. Denn was hier zu hören ist, in den acht Stücken, ist wirklich super gemacht. Die Finnen wissen es einfach, wie man epische Klänge, Metal und besondere Stimmen in Einklang bringt. Es wird nicht jedermanns Geschmack sein, was Sängerin Armi Päivinen von sich gibt, denn die Klänge erinnern doch eher an eine gefühlvolle Oper. Passt das zu den epischen Klängen, die aus einem pompösen Kinoklassiker kommen könnten? Ich sage ja...

Das Album nennt sich "Beyond The Walls Of Death" und könnte gut und gerne ein Filmtitel sein. Die Songnamen passen sich ebenso gut an den Titel an, wie die gesamte Stimmung des Albums. Songs wie "For Those We Forsakened", "In Silence", "When Darkness Reigns" oder "The Fallen", bringen schon beim sprechen und lesen eine gewisse Grundstimmung mit sich. Die insgesamt neun Mitglieder von Ravenia erzeugen mit ihren Violinen, Contrabässen, Drums, Cello und Gitarren einen unverwechselbaren Klang, der mir hier und da Gänsehaut verschafft. Zum Beispiel bekommt ihr in "We All Died For Honor" zum Ende hin eine eigentlich ruhige Stelle mit so geilen Doublebasspassagen um die Ohren gefeuert, das ihr erst einmal sprachlos sein werdet. Mit den Streichinstrumenten erzeugen Ravenia eine so gemütliche Stimmung, die dann von den Drums und Gitarrenklängen in Kontrast gestellt werden. Die Streicher sind langsam und mit viel Gefühl, passend zur Stimme, und dann donnern da heftige Riffgewitter mit Doublebass auf euch ein, wie zu Beginn von "There Is But One Path".

Einfach eine tolle Mischung, die Ravenia hier durch die Gehörgänge brettern. Und die Stimme von Armi Päivinen ist wirklich bezaubernd. Also das ist ein Album für Genießer. Live dürfte das eher weniger funktionieren, dafür ist es auf Platte ein absoluter Genuss und eine Hörprobe wert!


Tracklist:

01. For Those We Forsakened
02. Into Oblivion
03. We All Died For Honor
04. There Is But One Path
05. In Silence
06. When Darkness Reigns
07. The Fallen
08. We Stand As One

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