Review

PROLL GUNS - Horseflesh BBQ02.12.2015

PROLL GUNS - Horseflesh BBQ

PROLL GUNS - Horseflesh BBQ

verfasst von Kalle

Die EP hat ja schon Hunger auf mehr gemacht und jetzt folgt die Langspielplatte dazu. Und was kann das Bollwerk aus dem Nachbarland? Es kann überzeugen, denn mit dem Album haben Proll Guns eine ordentliche Portion an Krachern auf den Teller geschoben. Dieses Album und die darauf enthaltenen zehn Songs sind nix für Weicheier oder Möchtegern Rockfans. Denn die "Fucking Troublemaker" aus Österreich geben euch hier eine Portion ihrer puren Härte. Das lässt sich schon an den Songtiteln ablesen, die so schöne Namen wie "From Texas To Hell", "The Revolver" oder "Execution" tragen. Wer das Intro "Texas Banjo Massacre" überlebt, bekommt gleich den nächsten Gang serviert. Dann gibt es den Titeltrack "Horseflesh BBQ".

Ob die Herren von dem Pferdefleischskandal inspiriert wurden, ist mir nicht bekannt. Fakt ist aber, der Western Rock´n´Roll ist gut gewürzt und nix für Boss Hoss Fans. Der wer hier zarte Klänge erwartet, weil er das Intro zu sanft fand, der wird jetzt eines Besseren belehrt. Was am erstaunlichsten sein dürfte, ist die Tatsache, das hier nur drei Musiker am Werk sind. Evil ED, The Burner und Cra-"Y"-Maker sind die sehr kunstvollen Namen der Salzburger, die mit Miss Candy Rose und Miss Sherly Colt noch zusätzlichen Liveshowsupport haben. Es gibt also nicht nur was für die Ohren, sondern auch für die Augen, sowohl für die Damen, als auch für die Herren. Aber der Fakt ist, der brachjale Ton, der aber zu keiner Zeit unangenehm wird. Man kann diese Musik tatsächlich genießen, denn es ist ein Gesamtkonzept. Da schlüpfen sonst sehr brave Jungens in eine Rolle und leben einfach ihren Stil aus. Ich meine was soll man sonst, umgeben von lauter Bergen und Kühen, machen? Solch Verhältnisse wie in Texas gibt es nicht oft in Europa zu finden, also verschwindet man in seine Traumwelt. Und wenn man sie sich musikalisch erschafft.

Was festzuhalten bleibt, das hier ein ordentliches Menü an gut gewürzten Songs auf euch wartet. Danach seid ihr aber noch lange nicht satt, sondern ihr macht nur eine Pause und holt euch dann Nachschlag. Stellt euch auf schnellen und dreckigen Sound ein, der mit einem zarten Banjo serviert wird. Aber dreckig ist hier positiv gemeint, weil im Wilden Westen waren auch nicht alle immer so sauber. Übrigens... verschnaufen könnt ihr auf der Platte dann, wenn der letzte Track "Southern Slavery" ertönt, denn er ist mit Abstand der langsamste und ruhigste Ton auf dem Album. Also... hinsetzen, Lätzchen um und dann geht die Sabberei zum Album los. Wir wünschen guten Hunger.

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