Review

Pelagos - Revolve25.05.2018

Pelagos - Revolve

Pelagos - Revolve

verfasst von Henry E.-S.

Dieses Cover. Es verstört mich. Es ist sicherlich das beste Cover aus dem Jahre 2018 bis jetzt. Aber irgendwie verstört es mich. Einige meiner Hirnwindungen schalten beim betrachten immer um zu dem Buch "Lachs im Zweifel" von Douglas Adams. Aber niemals ein Werk nach seinem Einband beurteilen und auch mal reingucken/reinhören: Ich weiß nicht genau was das ist, aber ich bin gerade auf musikalische Art und Weise begeistert ? und das nicht nur weil die Hälfte der Songtitel was mit dem Weltraum zu tun haben und ich alles mit Weltraum geil finde.

Pelagos sind Finnen und eines dieser Allheilmittel damit Typen, die einfach nur eine Musikrichtung hören und nichts Anderes, mal für einen Moment die Klappe halten und mit halb offenen Mund da sitzen. Doch was ist das überhaupt? Was ist denn nun "Revolve"? Und warum hör ich das Album so gerne in der prallen Sonne auf meinem Balkon und beim Wandern durch die Stadt? Erklärungsversuche. Zu aller erst: "Revolve" ist kein Metal. Es ist auch kein Hard Rock oder Rock. Wer so etwas unbedingt den ganzen Tag hören will: Tja, ist es nicht. Aber hör bitte trotzdem rein. Und sei es auch nur, weil ich euch jetzt mit der Beschreibung aus der Veröffentlichungsliste einen vortrefflichen Anreiz gebe: "post-industrial minimalist, repetitive urban". Mein Gedanke bei diesen Worten: Ihr hattet mich bei Industrial. Aber nagelt jetzt bitte nicht Pelagos auf diesem Begriff fest. "Revolve" geht mehr in eine andere Richtung, an die man gut über den Begriff "repetitive urban" ran kommt: Ambient-esk mit Prog, aber noch mit Melodie drin, die sich ständig wiederholt. Oder so. Oder irgendwie. "Revolve" könnte fast schon 1:1 einer der besten Filmsoundtracks aller Zeiten sein. Allerdings kein Actionfilm. Eher was ruhigeres in einer großen Stadt.

Post-Industrial zeichnet sich dabei gut ab, durch das Einstreuen eben jeder Metropolen-Sounds. Dieses steht auf einem sehr schönen Prog-Fundament? Man, ich hab hier einfach nichts zu meckern und auch keine Ahnung was ich sagen soll oder wie ich das beschreiben soll. "Revolve" ist Filmmusik-artige Musik, die es zu genießen trachtet, gilt und lohnt. Es ist nichts zum drauf abgehen. Es ist etwas für die ruhigen Stunden oder einem schönen langen Spaziergang durch Berlin, eben aufgrund dieser Metropolen-Atmo. Und jetzt entschuldigt mich, ich hab Feierabend und will durch die Stadt flanieren.


Tracklist:

01. Code
02. River Proxima Centauri
03. Islands of pelicans
04. Aphrodite's Shore
05. Invisible
06. Sea of tranquility
07. Muted stars
08. Embryo

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