Review

PARADOX - Pangea12.06.2016

PARADOX - Pangea

PARADOX - Pangea

verfasst von Kalle

Es ist in der heutigen Musikwelt schon ein echter Meilenstein, wenn eine Band sich 30 Jahre mi Geschäft halten kann und dabei konstant gute Musik liefert, ohne Langeweile aufkommen zu lassen oder Fanbase zu verlieren. Selbst schwere Rückschläge, die zu langen Pausen führten können weggesteckt werden und bringen die Band nicht vollständig auseinander. So ist ungefähr die Kurzgeschichte zu Paradox, einer Band aus Würzburg, die eben genau diese magische Marke erreicht hat und jetzt mit ihrem insgesamt siebten Album wieder da sind. Ich musste etwas schmunzeln, denn in der Mail zur Platte stand fälschlicherweise Power Metal, dabei ist Paradox mehr in den Thrash und Heavy Metal einzuordnen. Power hat die Band aber dennoch und das beweisen die zehn neuen Songs auf Pangea.

Wer sich etwas mit der Erdgeschichte auskennt, der wird wissen: Pangea war der letzte große Superkontinent und somit ein großes Symbol für unsere Zeit. Auf der Platte geht es daher thematisch in die Richtung "Existenz". Diese kann ja schnell durch verschiedene Einflüsse vorbei sein. Musikalisch baut man auf klassische und schlichte Elemente. Satte Riffs, die sich so richtig in euer Gehör bohren werden, denn sie bestechen durch große Präzision und Schnelligkeit. Daher könnte evtl. der Eindruck des Power Metals entstehen, aber man bleibt dann doch gerne in der Thrash-Metal Ecke, auch wenn man Paradox jetzt nicht mit Kreator oder Destruction vergleichen sollte. Paradox, allen voran Sänger und Gitarrist Charly Steinhauer, sorgen für einen ganz eigenen Sound. Der Gesang wird hier nicht auf Schnelligkeit getrimmt, sondern passt sich gemütlich den Melodien und Riffs an.

Eine Garantie zum Headbangen kann ich euch auf alle Fälle geben und auch Luftgitarristen werden mit den zehn Songs ihren großen Spass haben. Intensives Hörvergnügen ist garantiert, denn die Songs sind alle sehr Abwechslungsreich gestaltet. Mein persönlicher Lieblingssong ist "Vale Of Tears", da hier von Beginn an mit dem Tempo gespielt wird. Ruhiger Beginn, aufbrausende Mitte, grandioses Solo und so viele Genreeinflüsse... da kann man gekonnt mit der Zunge schnalzen. Und bei über 60 Minuten Spielzeit habt ihr mehr als nur einmal die Gelegenheit dazu, so richtig abzugehen. Wenn euch die Platte zu schnell vorbei ging, weil die Songs euch genauso gefesselt haben wie mich, dann drückt einfach den Play-Knopf noch einmal und geht nochmal ordentlich mit.


Tracklist:


01. Apophis
02. Raptor
03. The Raging Planet
04. Ballot Or Bullet
05. Manhunt
06. Cheat & Pretend
07. Pangea
08. Vale Of Tears
09. Alien Godz
10. El Muerte

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