Review

PÄNZER - The Fatal Command01.11.2017

PÄNZER - The Fatal Command

PÄNZER - The Fatal Command

verfasst von Ben S.

Nach dem Ausstieg von Hermann Frank rollt und walzt sich "Pänzer" unter dem Hauptkommando von Marcel -Schmier- Schirmer drei Jahre nach ihrem ersten Album "Send Them All To Hell" wieder durch die Musiklandschaft. An der Gitarrenfront sind dazugekommen: Pontus Norgren von "Hammerfall" und V.O. Pulver, was den ehemaligen flotten Dreier nun zu einem Quartett hat anwachsen lassen. Verloren hat die mittlerweile sehr internationale Kampfmaschine sein "The German" und wird jetzt von klassischen Motörhead-Dots geziert. Dies ist sinnig, geht gut von der Zunge und sieht dazu auch noch gut aus. Saubere Entscheidung, Herr Kommandant.

Somit könnte man sagen, dass Schmiers "Wir-spielen-einfach-mal-das-was-wir-wollen"-Projekt runderneuert und überholt zum Siegeszug ansetzt.

Auch wenn Besetzung und Bandname (wenn auch marginal) nun neu sind, ist es die dargebrachte Musik nicht und geht weder Kompromisse noch Experimente ein. "Pänzer" lässt auf "The Fatal Command" ein Feuerwerk an klassischem 80er NWOBH, gemixt mit US- und Thrash Metal eben jener Zeit vom Stapel und brennt ein Feuerwerk an Härte gemixt mit Melodie ab, welches durchaus Beachtung erfahren sollte. Dass hier "alte" Hasen und Profis durch und durch zu Werke gehen, ist von der ersten bis zur letzten Sekunde spürbar.

Mit viel launiger Spielfreunde schreddern sich die Herren an den Gitarren durch ihre Kompositionen, während Stefan Schwarzmann an den Drums sich die Seele aus dem Leib ballert. Schmier macht am Bass eine bekannte und wie nicht anders zu erwarten gute Figur. Auch gesanglich liefert er die von ihm bekannte und eigenwillige Kost ab. Erfrischenderweise ist sein doch leider manchmal recht unmelodiöser Sprechgesang relativ weit entfernt von seinen Darbietungen mit seiner Hauptcombo "Destruction", was "Pänzer" somit durchaus ein eigenes Bild und einen eigenen Charakter verleiht. Hier können Schmier und seine Kameraden sich einfach mal austoben und die Musik machen, die sie mit ihren Stammbands nicht verwirklichen können. Weiter so die Herren, das hält jung!

Einzig allein die mangelnde Abwechslung habe ich zu kritisieren. Einen Innovationspreis wird der sympathische Vierer sicherlich nicht gewinnen, dies ist aber auch gar nicht gewollt. Trotzdem hat mir ihr Vorgänger doch einen Tacken besser gefallen, da dieser den ein oder anderen Hit und Ohrwurm mehr im Schlepptau hatte.

Trotzdem kann ich diesem Album nur jedem ans Herz legen, der Bock auf 100%igen Heavy -Fucking- Metal ohne Schnörkel und Klimbim hat.

Zu erwähnen wäre jetzt nur noch das Cover der Scheibe, welches durchaus das Potenzial zum Plattencover des Jahres hat. Den aktuellen Machthabern und Kettenrasslern dieser Welt mal ordentlich auf die Füße zu Pissen ist schon ein Statement!

Tracks:

01 Satan´s Hollow
02 Fatal Command
03 We Can Not Be Silenced
04 I´ll Bring You The Night
05 Scorn And Hate
06 Afflicted
07 Skullbringer
08 Bleeding Allies
09 The Decline (And The Downfall)
10 Mistake
11 Promised Land



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