Review

ORDER TO RUIN - Lunar Asylum29.01.2017

ORDER TO RUIN - Lunar Asylum

ORDER TO RUIN - Lunar Asylum

verfasst von Kalle

So ein Sonntagabend... ich komme vom Kinobesuch wieder und öffne nach zwei Tagen mal wieder meinen Briefkasten. Es liegt ein einzelner Umschlag drin mit einer Platte aus Münster. Da habe ich mich doch sehr drüber gefreut, denn die Platte hatte ich für ein Review angeboten bekommen und schon die digitale Kostprobe war vielversprechend. Was kann nund das ganze Werk der drei jungen Männer aus Münster?

Es kann eine ganze Menge!! Zu Beginn musste ich etwas schmunzeln, denn in der Berschreibung steht, es wäre auch für Fans von Iron Maiden. Was das angeht bin ich mir noch etwas unsicher, ob sie damit die Gitarrenklänge meinen, wenn es etwas melodischer wird oder etwas ganz Anderes. Denn ihr Genre liegt doch ganz weit woanders angesiedelt. Ihre musikalische Heimat ist guter Melodic Death Metal. Das Gut muss hier mit drei Ausrufezeichen genannt werden, denn die Platte ist verdammt gut gemacht. Und das Nächste was auffällt in der Beschreibung... es ist kein Drummer gelistet. In der Bandbio taucht ebenfalls kein fester Drummer auf. Sollten die alle vom Drumcomputer stammen? Wenn ja, dann ist das extrem gut geworden. Wenn das aber wer eingespielt hat, sollte man das evtl. irgendwo erwähnen. Man setzt hier vorzugsweise auf satte Gitarrenriffs. Nach dem sehr interessantem Intro geht es direkt mit der ersten Salve los. "Planet Zero" macht eindeutig klar... die Jungs wollen es euch so richtig besorgen. Da ist mächtig Druck auf der Pipeline und das muss raus. Also Bitte... Feuer Frei!

Sänger Denis growlt ins Mic und holt Alles aus seinem Organ raus, was er irgendwo in den Tiefen findet. Was mir persönlich immer wichtig ist, dass es nicht klingt wie ein Stall voller Schweine, sondern es noch klar verständlich ist, was man mir da vorsingen will. Hier ist es gut geworden und man versteht, was in den Texten so gemeint ist. Wer das nicht kann, nutzt die Hilfe im Booklet. Da fällt mir auf, das sie die Textpassagen auch so unterteilt haben, wie Denis sie singt... wobei manchmal etwas das Singen fehlt. Oft ist es ein Gröhlen der einzelnen Passagen, was so ein kleiner Kritikpunkt von meiner Seite wäre. Ich könnte mir das vorstellen, die Texte flüssiger zu singen - ist aber mehr persönlicher Geschmack. Auf die Songs angepasst kommt das hier Gebotene gut zur Geltung und überzeugt. Man schafft es in den insgesamt neun Tracks eine gewisse Abwechslung reinzubekommen und somit nicht jeden Track gleich klingen zu lassen. Große Klasse Jungs. Die Auswahl der Songnamen ist ebenso interessant. Da gäbe es z.B. "The Mystery Of A Madman", "Necromorph" oder auch "Dreamdemon" und "Predators From Gaia". Es geht heiß her auf der Platte, was das Tempo angeht. Nur wenige Passagen lassen etwas Zeit zum Verschnaufen.

Die Gitarrensoli kommen gut, der Bass ist klar zu vernehmen und die Drums, wie auch immer eingespielt, wissen zu überzeugen. So kann man mal richtig guten Death Metal abliefern. Astreine Arbeit Jungs. 

Alle CD Reviews

Treffer 1 bis 200 von 1271