Review

ONKEL TOM - Bier Ernst04.10.2018

ONKEL TOM - Bier Ernst

ONKEL TOM - Bier Ernst

verfasst von Kalle

Was lieben Metaller am liebsten? Richtig - BIER! Und wer könnte mehr davon verstehen als Sodom Frontsau und Ruhrpottlegende Tom Angelripper. Mit Onkel Tom hat er ein Projekt / Band ins leben gerufen, wo er so richtig die Sau rauslassen kann. Feinster Metal mit deutschen Texten, dazu tolle Themen, das hat doch einfach mal Stil. Und jetzt das neue Album "Bier Ernst" kann was. Denn wer jetzt denkt, hier gibt es nur lieder über das Saufen und Trinken, der irrt. Okay... die ersten zwölf Songs haben durchaus mit dem Thema zu tun. Das sind Songs, die man einfach auf jeder Party getrost laufen lassen kann und mitgröhlen darf. Die Songnamen sind u.a. "Flasche Zu Flasche", "Wir Trinken Wenig", "Durst Ist Schlimmer Als Heimweh", "Durst Wird Durch Bier Erst Schön" oder "Trunkenbold". Man setzt hier auf einfache Rhythmen und die ein oder andere Schunkelmelodie, doch am Ende geht es hier um gute Laune. Das kann Onkel Tom gut! Und wenn wir Metaller darüber singen, dann geht das in Ordnung. Und das Tom mit seiner sehr speziellen Stimme dafür perfekt geeignet ist, darüber müssen wir glaub ich nicht reden.

Und eine tolle Hymne für uns Metaller ist zudem noch mit auf dem Album: "Ich Finde Nur Metal Geil". Ein schönes Stück Thrash-Metal mit viel Sodom im Sound. Übrigens: Bei Onkel Tom spielt Celli von Crossplane mit, eine von uns sehr zu empfehlende Band! Doch jetzt kommt der switch auf der Platte. Denn nach der Hymne kommen ein paar andere Tracks und damit der zweite Teil der Platte, den ich so wenig erwartet habe, aber total interessant finde. Nicht umsonst heißt die Scheibe "Bier Ernst". Es wird nämlich jetzt etwas ernster und tiefgründiger.

Man kommt weg von den Partymelodien und beschäftigt sich in einem schon sehr anderem Ton mit intensiveren Themen. Und da scheint mir ein wenig der Eindruck zu kommen, das Tom sich hier ein wenig von der Seele geschrieben hat und eigene Erlebnisse einbringt. Ob dem so ist, kann ich jetzt nicht bestätigen, es ist aber so der Eindruck entstanden. Der Mann hat schon eine Menge erlebt, was sich durchaus in so manch Song finden wird. Doch jetzt in den Songs wie "Ich Muss Hier Raus", "Auf Dünnem Eis" oder "Von Arschlöchern Für Arschlöcher" scheint mir viel persönliches drin zu stecken. Was ich sehr cool finde. Ein weiterer Pluspunkt ist, das die Songs auf Deutsch gesungen werden. So transportieren sie den Inhalt viel intensiver. Er hätte sie natürlich auch auf Englisch machen können und bei Sodom ins Programm packen können, doch da hätte es sicher anders geklungen und vor allem dann auch gewirkt. Mir gefällt die ernste Seite an Onkel Tom sehr und ich kann euch diese nur empfehlen! Das gilt übrigens auch für das gesamte Werk, was sich toll anhört und definitiv einen Platz in den Jahresrückblicken finden dürfte. Spätestens im nächsten Jahr auf den Festivals werden viele Camps die Platte in Dauerschleife laufen lassen! Zu Recht!


Tracklist:

01. Ich steh´ an der Bar und ich habe kein Geld
02. Flasche zu Flasche
03. Wir trinken wenig
04. Bier, Bier, Bier ist die Seele vom Klavier
05. Durst ist schlimmer als Heimweh
06. Hätten wir lieber das Geld vergraben...
07. Was sind wir Männer doch für´n lustiger Verein
08. Jacky Cola
09. Durst wird duch Bier erst schön
10. Trunkenbold
11. Bier, Bier, Bier
12. Prost

01. Ich finde nur Metal geil
02. Todgeweiht
03. Ich muss hier raus
04. Egal
05. Von Arschlöchern für Arschlöcher
06. Zwischen Emscher & Lippe
07. Auf dünnem Eis
08. Das blaue Buch des Lebens
09. Polizisten

Alle CD Reviews

Treffer 1 bis 200 von 1271