Review

NINJA - Into The Fire03.02.2016

NINJA - Into The Fire

NINJA - Into The Fire

verfasst von Kalle

Bitte wühlen sie jetzt in der Geschichtskiste und kramen sie. Wenn man lang genug wühlt kommt man nach Solingen, wo Accept ihre Wurzeln haben. Im gleichen Ort wurde die Idee für NINJA geschmidet. Ja ... das hat NICHTS mit Japan oder so zu tun, denn hier gibt es Tradition mal Anders. Ninja sind eine Band, die ist Älter als meine Person, denn die offzielle Gündung ist 1986 gewesen. Es gab einige Pausen in der Bandgeschichte, doch seit 2014 wird fleißig wieder musiziert. Jetzt erscheint erstmals wieder ein Album im Handel und joa... also Leckomio... das ist mal Metal... der hat Hand und Fuß.

Und warum? Weil er es kann. Bzw. weil die fünf Herren es immernoch können. Man hab ich mich beim ersten Hören sofort an alte Accept Songs erinnert gefühlt, gerade was die Stimme angeht, hätte hier durchaus auch Udo Dirkschneider singen können. Dabei noch einen Hauch von Iris Boanta (Souldrinker) dazu gepackt und fertig. Wobei... stimmlich geht das sogar ein wenig in Richtung Battle Beast. Gut jetzt hab ich euch genug verwirrt. Machen wir es einfacher und sagen... Blackie Lawless von W.A.S.P. hat hier noch seine Finger im Spiel gehabt. Jetzt habt ihr eine ungfähre Vorstellung von der Stimme bei Ninja. Hinter der steckt aber Holger vom Scheidt, der früher bei Danton oder auch Mordor gesungen hat. Ganz so böse ist er aber nicht. Im Gegenteil, mir gefällt seine Stimme sehr, denn sie hat sowas traditionelles, so komplett unverstellt. Hier wurde nicht extra mit einem Haufen an Reglern die Stimme versucht zu verstellen, sondern hier lässt man es pur angehen. Großes Lob dafür.

Das gilt auch für den absolut tollen Sound von Ninja. Auf "Into The Fire" bekommt ihr zwölf Songs und ingesamt etwas mehr als fünfzig Minuten Spielzeit puren harten Sound, der aber nicht durch totale Gewschwindigkeit auffällt - ganz im Gegenteil! Bodenständige Riffs, treibende Melodien und gemäßigte Drums, sind hier vorwiegend zu finden. ("Frozen Time" / "Vagabond Heart" / "Into The Fire). Es gibt aber auch die totalen Gegenteile und da blitzt dann dieser Vergleich mit Accept wieder sehr stark durch. Hört dafür mal in Songs wie "Thunder" oder "Sledgehammer" rein. Mich überzeugt das total, weil man nicht kopiert oder so klingen will wie, sondern es sich einfach ergibt, das man auf Vergleiche mit W.A.S.P oder Accept kommt. Ninja sind total eigenständig und eben halt sehr bodenständig. Die Gitarrensolos werden euch Tränen in die Augen bringen vor Freude. Sie sind so unverschnörkelt und mit so viel Liebe zur Musik gespielt. Es schleichen sich, wie Ninja das gerne machen, auch einige Gänsehautmomente auf die Platte. Es beginnt schon mit dem Opener "Frozen Time" und geht dann weiter in z.B. "Always Been Hell".

Wobei hier auch ein kleiner Schwachpunkt von Holger zu finden ist. Seine Stimme mag diese ruhigen und langsamen Strophen wohl nicht, denn so ganz mag sie hier nicht überzeugen. Dennoch... die neue Scheibe von Ninja, die jetzt für alle zugänglich sein wird, ist eine absolute Empfehlung von meiner Seite und da macht man nix falsch, wenn man auf puren Metal steht, der ohne große Effekt wunderbar auskommt. Zurück zu den Wurzeln und genießen!

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