Review

NEMESEA - Uprise18.04.2016

NEMESEA - Uprise

NEMESEA - Uprise

verfasst von Matthias

Aus den Niederlanden kommt eine Fülle von Bands, welche auf einen melodiösen Gesang und epische Klänge setzen. Beispiele dafür wären Epica, Within Temptation oder Delain, welche alle recht erfolgreich Musik machen. Eine weitere Band dieser Sparte, Nemesea bringt Ende April ihr neues Album Uprise raus. Ob sie damit die Szenespitze angreifen können?

Das Album bietet zehn Songs, bei einer Spielzeit von insgesamt 37 Minuten. Der erste Song Hear Me geht direkt mit einem Tempo los, welches zum Kopfnicken anregt. Der Track hat eine gute Spannungskurve und einen echt gut klingenden Refrain - so kann es doch gerne weitergehen. Leider klappt das nicht ganz. Zwar ist Twilight kein schlechter Song, kann aber in der Strophe mit dem vorherigen Song nicht mithalten. Der Refrain kommt jedoch schön rockig rüber. Außerdem gefällt mir der Gesang, welcher eine gute Portion Kraft und Feuer mitbringt. Nach diesen beiden Songs wird das Album meiner Meinung nach immer poppiger. Songs wie Time To Make It und Can´t Believe It vergeben so unnötig Potential. Es ärgert mich richtig, dass die Produktion so weich ist und man den Songs nicht einen härteren Sound mit mehr Ecken und Kanten zutraut.

Die gute Nachricht ist, dass die letzten beiden Albumtitel Bones und Hold On wieder stärker daherkommen. Grade Bones zeigt doch das kreative Potenzial der Band. Hier passen die einprägsame Melodie des Refrains, die Songdynamik und der starke Gesang.

Nemesea lassen mich mit Fragen zurück. Einerseits hat diese Band eine Frontfrau mit krachender Stimme und auch das Talent richtig starke Songs zu schreiben. Andererseits setzt man auf eine, zumeist, sehr poppige Produktion, welche den Songs etwas Besonderes nimmt. Solche Entscheidungen führen am Ende dazu, dass man eben nicht aus der Masse herausstechen kann, was bei einer starken Konkurrenz doch wichtig wäre.   

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