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MYRKGRAV - Takk Og Farvel; Tida Er Blitt Ei Annen03.12.2016

MYRKGRAV - Takk Og Farvel; Tida Er Blitt Ei Annen

MYRKGRAV - Takk Og Farvel; Tida Er Blitt Ei Annen

verfasst von Kalle

Wer schon jetzt beim Albumnamen einen Zungenbrecher bekommen hat, dem möchte ich kurz helfen. Übersetzt heißt es: Thank you and farewell; times have changed. Und wer das jetzt ebenfalls nicht verstanden hat, dem ist es auf Deutsch gesagt: Danke und auf wiedersehen, die Zeiten haben sich geändert. Myrkgrav spielen traditionelle Folk Musik aus Skandinavien und mischen diese mit Einflüssen aus dem Extreme Metal. Dabei ist es der Band sehr wichtig die Instrumente so zu wählen, das sie auch diesen Folk gerechtfertigen. Mit der Hardanger Fiddle (Hardangerfiedel) ist ein sehr prägendes Instrument mit dabei, auf den vierzehn Tracks (u.a. in "Sjuguttmyra" gut zu vernehmen).

Man könnte ein wenig die Parallelen zum Sound Heidevolk ziehen. Ein wenig ist darin auf alle Fälle zu finden. Die Platte hat eine Menge Material zu bieten. Man beschränkt sich nicht auf Lieder mit Gesang, sondern packt noch ein paar instrumentale Stücke mit drauf. Das unterstreicht den Folk noch einmal mehr, wobei hier natürlich auch der Metal keinesfalls zu kurz kommt. Gitarren bekommt ihr ordentlich geboten ("Bakom Gyrihaugen"). Im Gesang beschränkt man sich ebenfalls nicht nur auf klare Stimmen. Es geht auch gerne mal in die Richtung Black Metal Growl und Scream ("Soterudvarten"). Sprachlich könnte es aber für die meisten von uns schwierig werden, sind die Lieder doch alle in nordischen Sprachen gesungen. Einzig der Song "Skjon Jomfru) ist auf Englisch übersetzt worden und sowohl auch als der Opener in der norwegischen Version zu hören.

Es macht einen guten Gesamteindruck, was das Werk zu bieten hat. Man fühlt sich etwas mit der Kultur im Norden verbunden. Wenn man ein wenig sich die Texte übersetzten lässt, merkt man auch, das die nordische Kultur ein großes Themengebiet abdeckt. Somit bekommt man auch etwas Geschichte mit in den Songs geboten. Ein sehr interessantes Album, was bei nem Horn voll Met sehr gut zu hören geht. Man darf sich nur nicht von den plötzlichen Wechseln zwischen Clear-Vocals und Growls erschrecken lassen.

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