Review

MONOLITH - Mountain28.03.2016

MONOLITH - Mountain

MONOLITH - Mountain

verfasst von Robert K.

Brandungsnah wie ein Fels stehen Monolith auf der Matte und präsentieren uns ihr zweites Studioalbum. Die Platte heißt "Mountain" und man bemerkt schon dort ein Gesteinsthema, welches leider auch hier endet. Verschiedene Einflüsse spielten in das Album, ein Song fällt, laut Bandaussage, auch eher minimalistisch aus, da er nur mit Mundharmonika, Akustikgitarre und Gesang besteht. Mal sehen, was die vier Bremer hier zu bieten haben und ob sie noch ein paar neue Verse zum Doom Rock sagen können.

Eben die ersten Töne verraten, welche die eindeutig größte Inspiration für Sänger Ralf war. Der Gesang erinnert sehr, sehr stark an Ozzy Osbourne. Der Rest geht in eine etwas andere Richtung, aber auch hier bemerkt man eine Anlehnung - lieber gut angelehnt, als schlecht von Null gestartet? Das Tempo wechselt innerhalb der Songs gerne und treibt den Hörer damit durch ein paar Gefühlsebenen und das klappt hervorragend, da die Stücke ineinander gehen und keine zu großen Schnitte in der Stimmung vorhanden sind. Will man sich kurz ausruhen, wird auch eine ruhige Passage präsentiert. Erstaunlich, dass das Album so in sich geschlossen bleibt und dadurch viel Spaß bringt.

Richtet man sich nach der technischen Seite, fallen hier keine großen Schnitzer auf. Die Stimmung ist hier und wird durch den Fuzz der Gitarren, dem wirklich knackigen Bass und den eingangs erwähnten passenden Gesang untermalt und durch das Schlagzeug zusammen gehalten. Von der Produktion her hat man auch auf 70er Charme gesetzt, denn es herrscht eine angenehme Kleinband-Atmosphäre. Erwähnenswert ist auch, dass die Stücke live eingespielt wurden, das heißt man sitzt nicht Tage lang Track für Track beim Aufnehmen, sondern spielt ein komplettes Set - zumindest suggeriert die Band diesen Prozess so. Es funktioniert, denn die Platte wirkt dadurch authentischer.

Gegen Ende muss man nicht all zu viele Worte verlieren: Monolith zeigen, dass sie sich darauf konzentrieren, dem Konsumenten Spaß zu bringen und ehrlich wirken wollen. Wer nach einer komplett stimmigen Scheibe mit harten und weichen Seiten sucht, hat sie gefunden. Doom Rock-Enthusiasten und auch Menschen, die auf guten Rock zum nebenbei Quatschen stehen, dürfen zugreifen. Zur Überzeugung einfach mal "Moonshine Medication" hören. Greift alle zu!

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