Review

MASTODON - Cold Dark Place22.11.2017

MASTODON - Cold Dark Place

MASTODON - Cold Dark Place

verfasst von Robert K.

Heute begeben wir uns an finstere Orte mit Mastodon! Nach ihrem diesjährigen Album "Emperor of Sand" werden wir noch mit einer EP gegen Ende des Jahres beglückt, die den Namen "Cold Dark Place" trägt. Vielen Leuten sind Mastodon sicher ein Begriff, doch für diejenigen, die sie noch nicht kennen: Die US-Amerikaner aus Atlanta sind schon seit über 15 Jahren unterwegs und spielen progressiven Metal und Rock. Doch ohne weitere große Umwege geht es direkt zum Review.

Cold Dark Place ist eine EP, die man lieber in ruhigen Momenten oder zur Entspannung hören sollte, denn der übliche rockige Anteil der Mastodon-Songs kommt nicht sofort durch, sondern zeigt sich erst im Verlauf der Spielzeit und wird nicht über alle Maßen aufgedreht. Vielmehr konzentriert sich die Band auf atmosphärische, jedoch nicht zu schwere, dunkle Melodien und erzeugt ein Gefühl der Isolation. Passend zum Titel wird man klanglich in eine düstere Seitenstraße versetzt, in der eine einzelne Laterne steht, die nur spärlich orange-gelbes Licht in einer verregneten Nacht fallen lässt. Alles wirkt etwas gedämpfter und zurückhaltend, doch gleichzeitig will man weiter hören und sich mitreißen lassen, wenn auch mit einer Neigung, nicht den Kopf wild zu schütteln, sondern tatsächlich auf die Feinheiten zu hören.

Auf vier Liedern wird eine musikalische Reise durch die Finsternis, in uns und der Welt, vorgestellt und es fällt nicht schwer, diese EP zu mögen, denn sie ist ganz und gar kurzweilig. Betrachtet man das Cover sieht man, in welche Richtung die Band gehen wollte, eine teils melancholische und teils durchdringend graue Stimmung, die sich durch die Tracks zieht. Wenn man etwas für progressiven Rock oder Metal übrig hat, wird man hier definitiv einen anspruchsvollen Hörgenuss finden. Empfehlenswert!

Alle CD Reviews

Treffer 1 bis 200 von 1271