Review

MAGNUM - Lost On The Road To Eternity05.03.2018

MAGNUM - Lost On The Road To Eternity

MAGNUM - Lost On The Road To Eternity

verfasst von Tim

Metaller, Rocker und Musikliebhaber! Die Fantasy-Karawane von Magnum hat Einzug gehalten und lädt ein auf einen fantasievollen, verträumten Trip für Groß und Klein. Das angebotene, musikalische Pensum auf dieser Scheibe ist groß und vor allem vielseitig. Es ist für alle Liebhaber der härteren Musikart (und nicht nur für die!) etwas dabei: typisches, markantes und heroisches 80er-Jahre-Gitarrengefrickel, ein Chorus in fast jedem Stück, dass sich in die Hirnwindungen einbrennt, leichte Härte, aber auch nicht zu zarte Zartheit sowie auch tatsächlich orchestrale Untermalung. Was soll da noch großartig schiefgehen? Die Antwort: nix.

Denn dass, was uns die ehrenvollen Senioren hier abliefern, ist Rockmusik zum Zungeschnalzen. Mit der Zunge wird deswegen geschnalzt, weil jedes Stück musikalisch vielseitig ist und inmitten der Vielseitigkeit Ohrwurmklänge zu vernehmen sind. Die Zutaten für den Erfolg sind so einfach, aber dennoch so effektiv: man nehme ein markantes, typisches 80er-Jahre-Gitarrenspiel, würze es mit passend eingefügtem, nach Fantasy-klingendem Piano- / Keyboard-Spiel, vermische dies alles mit abwechslungsreichen Klangfarben des Vokalisten (sowohl in den Versen als auch im Chorus) und gibt noch gegen Ende eines Stückes ein typisches E-Gitarrenspiel der 80er-Jahre hinzu. Voraussetzung für einen hervorragenden Geschmack ist die Band "Magnum", die bei dieser Zubereitung über allem als Chefkoch steht. Voilá. Fertig ist ein zumindest sehr gutes Rock-Album.

Was kann ich also selbst nun als mehrmaliger Teilhaber der Magnum-Fantasy-Karawane kundtun? Liebe Freunde: stellt euch auf eine Fantasy-Reise ein, in der ihr euch mehrmals als Held in einer nicht existierenden Welt fühlen könnt und aus der ihr kurzzeitig durch das wohlklingende, männliche 80er-Jahre-E-Gitarrenspiel auf behutsame Weise herausgerissen werdet. Damit ihr aber die gesamte Reise von der ersten bis zu der letzten Minute genießen und auf euch wirken lassen könnt, solltet ihr euch mit Aufmerksamkeit diesem Trip hingeben. Denn in der aufmerksamen Hingabe werdet ihr in einer jeden Minute dieses Albums die Schätze mit all euren Sinnen auskosten können. Aufgrund der epischen Dauer empfiehlt es sich jedoch, der Karawane einige Male erneut anzuschließen. Wenn ihr euch dieser epischen Reise noch nicht hingeben wollt, empfehle ich als wohlklingende Appetitmacher, die auch den Stil des Albums repräsentieren, folgende Anspieltipps: "Storm Baby", "Welcome To The Cosmic Cabaret" sowie "Lost On The Road To Eternity".

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