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MAD MAX - 3522.08.2018

MAD MAX - 35

MAD MAX - 35

verfasst von Tim

Man muss ja nicht immer große, komplizierte Quantensprünge in der Rockmusik vollziehen, um qualitativ hervorragende Stücke zu produzieren. Mit Eingängigkeit, die aber trotzdem noch Spitzenmelodien vorweisen kann, lässt sich auch schon Vieles bei dem Hörer erreichen. Dieser Weisheit konnten auch die altbewährten Melodic Rocker von "Mad Max" gefolgt sein, wenn man sich denn ihr neuestes Werk zu Gemüte führt.

Denn die Stücke auf diesem Album beherzigen das Prinzip "Vers mit einfachem, aber catchigem Refrain sowie cooles E-Gittarenspiel zu passenden Momenten" sehr. Mithilfe dieses Prinzips weisen Track 01 bis Track 05 anständiges Material vor. Denn der Opener liefert einen Einstieg nach Maß ab: die E-Gittare vereint rockiges Draufgängertum mit Emotionalität, woran sich im positiven Sinne noch alteingesessene Rocker orientieren. Mit "Running To Paradise" punktet die Band dank einem Power Metal-artigem Stil a la "Edguy" im Refrain-Teil. "Beat Of The Heart" hingegen hat seinen positiven Wiedererkennungswert durch kurze Gesangseinlagen von mehreren Bandmitgliedern. Ein schöner Refrain mit einfachem E-Gittarensolo und mit einigen rock n´ roll-artigen sexy-Gesangseinlagen gefallen dazu ebenfalls. Mit "D.A.M.N. fallen neben einem aggressiveren Gesang die vielen, lässigen Einstreusler der E-Gittare auf, während spätestens "Snowdance" zu spüren gibt, wie - mit einer Ausnahme - die restlichen Stücke dieses Albums klingen: ordentliche, lässige Momente, die aber aufgrund ihrer simplen Struktur eher in den qualitativ mittelprächtigen Bereich landen.

Bei "Thirty 5" sowie "False Freedom" wird gar ein gewisses Maß an Konzentration geboten, um die positiven Momente dieser Stücke durchdringen zu lassen. Denn bei diesen beiden Stücken ist neben unspektakulären, sehr einfachen Refrains instrumental alles eine Spur langsamer, aber unter dem Strich anständig. Eindeutig herausragen tut der längste Track "Rocky Road": das Intro startet mit ruhigen, gefühlvollen Vocals, die einfach sind, aber den Hörer vor dem Hintergrund der eingesetzten Instrumentals berühren. Dank eines sentimental-rockigen Refrains im Bon Jovi-Stil wird der Slip feucht und ein cooles E-Gittarensolo mitsamt eines Pfeiffens zum Ende des Stückes hin zeigen doch, welches Potential diese Band ausschöpfen kann, wenn es um qualitativ gute Musik geht. Wenn die Band, ausgehend von ihrem musikalisch-unkomplizierten, anständigen Stil es schafft, einen Ticken an mehr Magie in ihrer Musik zu hinterlegen, dann könnte uns "Mad Max" mit künftig qualitativ noch besserem Liedgut versorgen.

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