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LOUDNESS - Rise To Glory17.12.2017

LOUDNESS - Rise To Glory

LOUDNESS - Rise To Glory

verfasst von Kalle

Es ist die Metalband, die man aus Japan kennt. Seit 1981 begeistern Loudness die Metalherzen auf der ganzen Welt. Immer wieder steuern sie fantastische Alben in die Sammlungen der Fans weltweit bei und so wird es auch mit diesem Album sein. Bei dem neuen Werk handelt es sich gleich um zwei Platten. "Rise To Glory" und "Samsara Flight". Letzteres ist eine Bonusplatte, auf der 13 Tracks aus alten Tagen neu aufgenommen wurden. Die erste Platte ist daher die, auf die ich mich erst einmal fokussiere.

"Rise To Glory" beinhaltet ebenfalls 13 Songs und startet mit einem kurzen Instrumental. Im darauf folgendem "Soul On Fire" wird gleich klar, das hier kein Sound aus neuer Zeit benutzt wird, sondern man sich auf die Wurzeln des Heavy Metals besinnt. Schlichte Riffs, eingängige Strophen und eine gewisse Schlichtheit. Manchmal ist Weniger eben doch Mehr. Loudness machen aus dem Wenigen eine ganze Menge und können überzeugen, auch wenn die Platte keinen Aufhänger hat, der wirklich lange im Ohr bleibt. Songs wie "Go For Broke" gehen zwar mit gutem Tempo voran, doch es fehlt mir an dem Besonderen.

Die sanfte Nummer "Until I See The Light" soll Emotionen ausstrahlen, allerdings ist der Gesang dafür komplett falsch gewählt und zerstört das doch recht gut gelegte musikalische Bett. Man nutzt hier und da ein paar Einflüsse aus anderen Genre, das ist auffällig. Bestes Beispiel ist "Massive Tornado". Hier möchte man auf Tempo und Kraft setzen, vergisst dabei aber den gewissen Flow. Es klingt zu abgehakt und etwas wirr. Das ist eine Mischung aus Speed, Heavy und Thrash Metal. Cool finde ich an dem Track aber in der Mitte die kleine Drum- und Gitarrenpassage, wo die Becken glasklar zu vernehmen sind.

Im Gesamten ist die Platte gut gemacht und der Titeltrack zur Scheibe ist, an neunter Stelle, ein ordentlicher Garant dafür, das die Qualitäten nicht nachgelassen haben und sich Loudness über all die Jahre stetig entwickeln, ohne die Wurzeln komplett zu verlassen. Diese Spannungskurven, die interessanten Soloparts und diese gewisse Rauheit machen eine Loudnessplatte immer zu einer guten Wahl, wenn auch nicht als Dauerbrenner geeignet. Was mir an der Scheibe aber sehr gut gefällt: Sie ist auf Englisch gesungen.

Das ist bei der Bonusscheibe nicht immer der Fall. Hier singen sie häufig in ihrer Muttersprache. Man versteht dann zwar kein Wort, kann aber Vergleiche zur Gesangsfähigkeit im Englischen und Japanischen ziehen. Das ist durchaus eine interessante Sache. Die Platte weis ihre Qualitäten auszuspielen, kann Abwechslungen vorweisen, hat aber gerade im Gesang einige Schwächen aufzuweisen. Lasst euch drauf ein und denkt mit daran, das die Band bereits seit 1981 eixistiert und somit schon einige Erlebnisse hatte. Eine Hörempfehlung in jedem Fall.

CD 1:
01. 8118 (Instrumental)
02. Soul On Fire
03. I´m Still Alive
04. Go For Broke
05. Until I See The Light
06. The Voice
07. Massive Tornado
08. Kama Sutra (Instrumental)
09. Rise To Glory
10. Why And For Whom
11. No Limits
12. Rain
13. Let´s All Rock

CD 2:
14. Street Woman
15. The Law of Devil´s Land
16. Loudness
17. In the Mirror
18. Black Wall
19. Rock Shock (More And More)
20. Lonely Player
21. Devil Soldier
22. Burning Love
23. Angel Dust
24. Road Racer
25. Rock the Nation
26. To Be Demon

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