Review

LORDS OF BLACK - II 30.03.2016

LORDS OF BLACK - II

LORDS OF BLACK - II

verfasst von Kalle


Kennt ihr das? Ihr geht in einen Plattenladen und schaut euch nach neuen Sachen um. Dann entdeckt ihr ein Album, was euch nur vom Cover anspricht und ihr nehmt sie blind mit? Ihr hört nicht einmal rein und wisst schon, das kann nur ein Kracher sein? Genau so würde es mir gehen, wenn ich die neue Platte von Lords of Black in den Händen halten würde. Ich meine, die Band kenne ich wirklich nicht und das Cover von "II" ist so genial, das hätte sofort mein Interesse geweckt. Diese Farbgestaltung, diese Personen auf den merkwürdigen Gestalten, die Drachen sein könnten, dazu das markante Logo und um den Albumnamen diese Verzierung. Wer auch immer das gemacht hat: Fettes Lob.

Dann kommt immer die große Spannung... wenn man die Platte zu Hause hat, ob sich der Blindkauf gelohnt hat. Bei Lords Of Black - Aber mal sowas von !!! Was die Spanier hier auf die Platte gebannt haben, das ist feinster Metal. Ich möchte nicht unbedingt Symphonic Metal sagen, es ist auch nicht so extrem Power... es ist so eine Mischung von Beidem, geparrt mit Heavy Metal. Sänger Ronnie Romero hat ein grandioses Organ und kann dies gekonnt einsetzen. Keine übermäßige Nutzung der langen Screams oder gar komplett hohe Töne. Er beherrscht die Variation seiner Stimmlage perfekt und passt damit optimal zu den Klängen, die von seinen Musikerkollegen kommen. Lords Of Black halten auf "II" ihr Tempo nicht unendlich auf hohem Level, sondern sie bauen Höhen und Tiefen in die Geschwindigkeit ein. Mal besinnt man sich auf Midtemposongs wie "Everything You´re Not", wo Klavierklänge mit eingebaut wurden, mal gibt man einfach nur voll auf die Zwölf, wie in "Merciless".

Jeder Song steht für sich und hat seine ganz eigene Note. Man hat natürlich ein gewisses Tonkonzept aufgebaut, was sich überall wiederfindet, doch gleicht kein Song einem Anderen. Highlight der Platte ist sicherlich der mit über neun Minuten lange Track "Ghost Of You". Während dem sehr ausgedehntem Gitarrensolo, was sehr besinnlich wirkt, gibt es eine feine Doublebassattacke dazu, bevor man dann ein paar härtere Rifftöne anschlägt. Abwechslung steht ganz Oben beiden Lords Of Black. Die Platte hat einen super Klang, ist toll produziert und wer auf Sound wie von Axel Rudi Pell, mit etwas mehr Härte steht, der liegt bei Lords Of Black einfach mal Goldrichtig. Könntet ihr sogar blind kaufen, ohne zu hören. Die Platte lohnt sich!


Tracklist:


01. Malevolently Beautiful (Intro)
02. Merciless
03. Only One Life Away
04. Everything You´re Not
05. New World's Comin´
06. Cry No More
07. Tears I Will Be
08. Insane
09. Live By The Lie, Die By The Truth
10. Ghost Of You
11. The Art Of Illusions Part III - The Wasteland
12. Shadows Of War

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